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Vor wenigen Wochen wurde es offiziell bestätigt:
Ab 2027 wird es einen neuen Medizinertest geben: den TMSnat.
Er wird eine Kombination aus den bestehenden Tests TMS und HAM-Nat sein und diese ab 2027 ersetzen.
Im folgenden Artikel fassen wir euch alle veröffentlichten Informationen zusammen.
Der TMSnat soll im Frühjahr 2027 (voraussichtlich im Mai) starten und den TMS und HAM-Nat ersetzen
Er soll zweimal jährlich stattfinden, im Frühjahr und im Herbst (voraussichtlich Mai und November)
Eine Teilnahme ist beliebig oft möglich – auch wenn man den TMS oder den HAM-Nat schon absolviert hat
Die Testgebühr soll 100 € betragen
Es soll im Jahr 2027 noch Übergangsregelungen für alte HAM-Nat- und TMS-Ergebnisse geben, die neben dem TMSnat ebenfalls berücksichtigt werden.
Das Bundesverfassungsgericht hat 2017 festgestellt, dass das Auswahlverfahren für Medizin geändert werden muss, da es in einiger Hinsicht ungeeignet ist.
Zum Beispiel stellten sie fest, dass die „Wartezeitquote“ kein geeignetes Auswahlkriterium ist und dass das Abitur in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich „schwer“ ist, sodass z.B. in Bayern ein geringerer Anteil an Abiturienten ein 1er Abi erreicht als in anderen Bundesländern.
Die Bundesländer sollten zudem bisherige Auswahlverfahren überprüfen und ggf. anpassen.
Hieraus hat sich der „Studierendenauswahl-Verbund“ (stav) gebildet, eine Kooperation verschiedener medizinischer Universitäten, die gemeinsam zum Auswahlverfahren forschten und verschiedene Studien zu Zulassungskriterien und Studienerfolg durchführten.
In ihren Studien überprüfte der Studierendenauswahl-Verbund (stav) vor allem, wie sehr die Ergebnisse im Auswahlverfahren mit dem Studienerfolg zusammenhängen, also z.B. mit erreichten Noten im ersten Studienabschnitt oder Abbruchquoten.
Sie fanden heraus, dass sowohl die Abiturnote als auch der TMS und HAM-Nat zur Vorhersage des Studienerfolgs geeignet sind. Hierbei hat jedoch jedes Auswahlverfahren auch Schwächen.
Auch wenn die Abiturnote häufig als Auswahlkriterium kritisiert wird, zeigte sich, dass Bewerber:innen mit sehr guter Abiturnote oft auch gute Studienergebnisse erzielen und das Studium selten abbrechen.
Aber es ist auch klar, dass es viele Personen mit „schlechtem“ Abi gibt, die gut im Studium abschneiden können.
Das Abiturergebnis lässt sich im Nachhinein nicht mehr verbessern und es gibt viele Gründe, warum Bewerber:innen im Abitur noch nicht ihre volle Leistung zeigen konnten.
Auch solche Bewerber:innen sollten daher eine Chance auf eine Zulassung zum Medizinstudium bekommen.
Hier zeigte sich, dass TMS- und HAM-Nat-Ergebnisse als weiteres Kriterium geeignet sind.
An den meisten Universitäten wird der TMS eingesetzt, der sich somit als „Medizinertest“ etabliert hat.
Außer einigen Mathe-Kenntnissen benötigt er kein Vorwissen, sodass man keine naturwissenschaftlichen Inhalte dafür lernen muss. Stattdessen prüft er eher logisches Schlussfolgern und Merkfähigkeit.
Allerdings zeigte sich bei der Analyse der verschiedenen Untertests, dass einige dieser Untertests besser geeignet sind als andere.
Die Untertests Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Textverständnis, Diagramme & Tabellen und Quantitative und formale Probleme können den zukünftigen Studienerfolg gut vorhersagen. Die Untertests Muster zuordnen, Figuren & Fakten sowie Schlauchfiguren zeigten keine gute Vorhersagekraft.
Der HAM-Nat war schon immer der „kleine Außenseiter“ und wurde zuletzt nur in Hamburg und Magdeburg für das Auswahlverfahren in Medizin genutzt.
Der HAM-Nat ist eher ein Wissenstest und enthält zum Großteil naturwissenschaftliche Aufgaben aus den Fächern Mathe, Physik, Chemie und Biologie auf erhöhtem Schulniveau.
Im Vergleich zum TMS benötigt man also wirklich Vorwissen, für das man gezielt lernen muss.
Es zeigte sich, dass der HAM-Nat sehr gut geeignet ist, um den Studienerfolg vorherzusagen, in einigen Studien sogar besser als der TMS.
Ein weiterer großer Vorteil war, dass es den Bewerber:innen nach dem HAM-Nat viel leichter fiel, den Inhalten in den ersten Semestern des Medizinstudiums zu folgen, da das Vorwissen aus Mathe, Physik, Chemie und Biologie auch hier eine große Rolle spielt.
Ein möglicher Nachteil des HAM-Nat war aber, dass man auch durch reines „Auswendiglernen“ eine hohe Punktzahl erreichen konnte und man sich für die Vorbereitung so viel Zeit nehmen konnte, wie man wollte.
Dadurch ließ sich also nicht vorhersagen, wie schnell die Bewerber:innen neue Zusammenhänge verstehen und wie gut sie logisch schlussfolgern können, was beides im Studium wichtig wird.
Der TMS, der HAM-Nat und die Abiturpunktzahl hatten also jeweils ihre Berechtigung, jedoch auch ihre Nachteile.
Das Abiturergebnis ist zwar ein einfaches und günstig zu überprüfendes Auswahlkriterium, ermöglicht aber allein keinen fairen Zugang zum Studium.
Die bisherigen Auswahltests TMS und HAM-Nat haben jeweils ihre Stärken aber auch Schwächen. Es wurde deutlich, dass durch eine Zusammenlegung dieser Tests die Stärken kombiniert und die Schwächen reduziert werden können.
Hierzu gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine offiziellen Informationen.
Es soll einen Naturwissenschaftsteil (wie beim HAM-Nat) geben, der mit Schlussfolgerungs-Aufgaben aus dem TMS kombiniert wird.
Zusätzlich könnte es noch einen Test für soziale Kompetenzen geben. Die Universität Hamburg hat hier bereits den schriftlichen Test „HAM-SJT“ erstellt, der Konfliktsituationen (z.B. im Krankenhaus oder im Studium) schildert und man dann aus einer Auswahl an möglichen Reaktionen ankreuzen muss, welche Reaktion eher geeignet und welche eher ungeeignet wäre.
So sollen auch soziale Aspekte und Empathie im Auswahlverfahren abgeprüft werden.
Andere Universitäten führten bislang Interviewverfahren durch, in denen sie mit Bewerber:innen ebenfalls über soziale Kompetenzen, Empathie und Motivation fürs Medizinstudium sprachen.
Genauere Informationen zu einem möglichen einheitlichen Verfahren liegen jedoch noch nicht vor.
Auch dabei wurde in Studien untersucht, ob es geeignete Auswahlkriterien sind.
Sie haben jeweils ihre Stärken und Schwächen. Bewerber:innen, die zuvor einen Freiwilligendienst im medizinischen Bereich absolviert haben, können schon Einblicke sammeln und sind sich vielleicht mit ihrer Studienwahl sicherer, sodass sie das Studium seltener abbrechen möchten.
Für Bewerber:innen, die zuvor eine Ausbildung gemacht und ggf. auch Berufserfahrung gesammelt haben, könnte dieser Effekt sogar noch stärker sein. Zudem sind sie aufgrund ihrer Erfahrung häufig etwas selbstbewusster.
Jedoch kosten diese Kriterien die Bewerber:innen auch Zeit und möglicherweise können Vorwissen und Lerngewohnheiten verloren gehen, was negativen Einfluss auf den Studienerfolg haben kann.
Es gibt noch keine Informationen dazu, wie diese Kriterien zukünftig berücksichtigt werden sollen.
Wir können uns gut vorstellen, dass weiterhin jede Universität selbst aussuchen kann, ob und zu welchem Anteil sie solche Kriterien in das Auswahlverfahren mit einbezieht.
Die gute Nachricht: Es soll Übergangsregelungen für alte TMS- und HAM-Nat-Ergebnisse geben. Dies wird vor allem für die Bewerbung zum Wintersemester 2027/2028 relevant, da der TMSnat erstmals im Mai 2027 stattfinden soll und viele Bewerber:innen aber schon 2026 am HAM-Nat und TMS teilgenommen haben werden.
Hier wurde veröffentlicht, dass es vermutlich Teilquoten für die „alten“ TMS- bzw. HAM-Nat-Ergebnisse und die neuen TMSnat-Ergebnisse geben soll.
Es könnte also sein, dass zum Wintersemester 2027/2028 an einer Universität z.B. 50 % der Studienplätze, die über ein Testergebnis vergeben werden, über alte TMS- bzw. HAM-Nat-Ergebnisse vergeben werden und die anderen 50 % der Plätze über den TMSnat.
Die genauen Regelungen und ob diese Regelungen auch noch länger gültig sind (z.B. für das Sommersemester 2028) sollen im Laufe der nächsten Monate bekanntgegeben werden, spätestens im Sommer.
Die offiziellen Informationsseiten sind aktuell:
https://auswahltestzentrale.de/
Auf unserer Seite und in unserem Newsletter erhaltet ihr immer sofort die neuesten Informationen. So Manches finden wir manchmal auch heraus, bevor es auf den offiziellen Seiten steht 😊
Auch dazu werden wir euch etwas anbieten können 😊 Seid gespannt!
Hi, ich bin Martin, Gründer von hamnatvorbereitung.de, tmsvorbereitung.de und jetzt auch tmsnatvorbereitung.de. Ich habe einen Prozentrang von 100 im TMS und den 1. Platz im HAM-Nat erreicht. Auf diesem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, damit du dich optimal auf den TMSnat vorbereiten kannst.