Der September-HAM-Nat 2026 war der letzte HAM-Nat überhaupt. Ab 2027 wird bundesweit der neue TMSnat eingeführt, und alle Universitäten stellen ihre Auswahlverfahren darauf um. Für das Wintersemester 2027/28 gibt es eine Übergangsregelung für die bisherigen HAM-Nat-Unis Hamburg und Magdeburg: Der HAM-Nat zählt ein letztes Mal – aber nur noch für einen kleinen Teil der Studienplätze.
In Hamburg sollen in der AdH-Quote (Auswahlverfahren der Hochschulen) sowohl in Medizin als auch Zahnmedizin nur noch 20 % der Plätze über den HAM-Nat vergeben werden, die übrigen 80 % über den TMSnat. Die ZEQ (zusätzliche Eignungsquote) läuft ab dann komplett über den TMSnat.
In Magdeburg werden in der AdH-Quote etwas mehr Plätze über den HAM-Nat vergeben (25 %), in der ZEQ noch 20 %.
Die Details zu den Universitäten und Studiengängen findest du in der Ankündigung der Auswahltestzentrale, die es schon seit Monaten auf deren Seite gibt: Ankündigung Auswahlverfahren 2027.
Auf den ersten Blick klingt das dramatisch: Von 100 % auf 20 % der Plätze. Viele, die im September geschrieben haben, fragen sich deshalb: Reicht mein HAM-Nat-Ergebnis noch, oder muss ich im Mai 2027 zusätzlich den TMSnat schreiben?
Genau diese Frage sollte jetzt beantwortet werden, damit du die TMSnat-Vorbereitung einplanen kannst oder eben nicht.
Wir haben uns deshalb alle Daten genau angeschaut, mit den Vorjahreswerten verglichen und abgeschätzt, wie sich die Grenzpunktzahlen entwickeln. Wir starten mit Humanmedizin in Hamburg, danach kommen Magdeburg und Zahnmedizin.
Disclaimer: Es gibt sehr viele Faktoren, die hier mit reinspielen. Deswegen zeigen wir unsere Herangehensweise genau und weisen darauf hin, wo es Unsicherheiten gibt. Verlasse dich bitte nicht auf unsere Prognose. Im Zweifel solltest du sicherheitshalber den TMSnat schreiben.
Zunächst schauen wir uns einmal die Aspekte an, die für alle Bewerber:innen relevant sind, bevor wir uns die Unis und Studiengänge einzeln anschauen.
Laut Detailergebnis haben 2026 insgesamt 2.950 Personen am HAM-Nat teilgenommen. Darin ist aber auch der März enthalten: Im März 2026 waren es 2.085. Für den September 2026 bleiben damit 865 Teilnehmende.
Zum Vergleich: Im September 2025 waren es 1.118, im September 2024 1.045. Diesen September haben also deutlich weniger Personen geschrieben als in den Vorjahren.
Nur noch 20 % der Plätze werden im kommenden Wintersemester in der AdH in Hamburg über den HAM-Nat vergeben. Was zunächst nach einer Katastrophe klingt, relativiert sich, wenn man genauer hinsieht. Denn es fällt ja auch der HAM-Nat im März 2027 weg, da dort schon der neue TMSnat geschrieben wird.
Für die HAM-Nat-Plätze im kommenden Wintersemester bleibt es also bei den Bewerber:innen, die jetzt gerade den HAM-Nat geschrieben haben, und es kommen keine weiteren dazu.
Die letzten Jahre war es so: Wer sich für ein Wintersemester bewirbt, hat fast immer entweder im September des Vorjahres oder im März desselben Jahres den HAM-Nat geschrieben. Nur sehr wenige bewerben sich mit den Ergebnissen aus früheren Zeitpunkten.
Für das vergangene Wintersemester 2026/27 waren also die HAM-Nat-Teilnehmer:innen aus September 2025 + März 2026 relevant, was zusammen 3.203 Teilnehmer:innen waren.
Für das kommende Wintersemester bleibt es bei den 865 aus dem September. Klar, ein paar bewerben sich aus persönlichen Gründen erst ein Jahr später mit einem älteren Ergebnis. Das gab es aber auch im Vorjahr, und es gleicht sich weitgehend aus.
Damit gibt es im Vergleich zum Vorjahr nur noch:
865 / 3.203 ≈ 27 % der Bewerber:innen
… die sich auf 20 % der AdH-Studienplätze verteilen. So klingen die 20 % gleich weniger schlimm.
Rechnen wir das einmal durch: Bei 20 % der Plätze und 20 % der Bewerber:innen wären die Chancen exakt gleich wie im Vorjahr.
20 % der Plätze bei 27 % der Bewerber:innen heißt dagegen: Die Plätze sind stärker geschrumpft als die Zahl der Bewerber:innen, es gibt also etwas mehr Bewerber:innen pro Platz. Bei exakt gleicher Punkteverteilung würde die Grenzpunktzahl deshalb steigen.
Aber das gilt eben nur, wenn die Punkteverteilung genau gleich wäre. Spoiler: Sie ist es nicht.
In deinem Detailergebnis wird dir ein Platz angezeigt. Beispiel:
Rang 123 von 2.536 Teilnehmer:innen mit dem Studienwunsch Humanmedizin in Hamburg.
Dieser Rangplatz ist allerdings leider nicht aussagekräftig, da er viele Faktoren nicht einbeziehen kann. Zum Beispiel ist das Abiturergebnis nicht mit einberechnet, da die Auswahltestzentrale dies nicht kennt. Es kann auch nicht betrachtet werden, wie viele Bewerber „vor“ dir sich doch an einer anderen Uni oder in einem anderen Studiengang bewerben. Außerdem basiert dieser Rangplatz auf der unverbindlichen Abfrage der Auswahltestzentrale, für welchen Studiengang sich die Teilnehmer interessieren. Nur diejenigen, die bei der HAM-Nat-Anmeldung angegeben haben, dass sie sich für dieses Studium interessieren, werden aufgeführt. Wer dies nicht angegeben hat, kann sich später trotzdem auf den Studiengang bewerben.
Merke: Die Rangplätze klingen zwar interessant, sind aber leider nicht aussagekräftig!
Das gilt für alle Quoten und alle Universitäten. Die tatsächlichen Zulassungschancen muss man sich also anders herleiten.
Das geht über die offiziellen Zulassungsgrenzen des Vorjahres und den Vergleich der Punkteverteilungen.
Schauen wir uns mal die genauen Zahlen an. Diese Zahlen findest du in deinem Detailergebnis im Balkendiagramm zu den HAM-Nat-Punktzahlen. Man kann sie mit bloßem Auge nur ungefähr ablesen, es gibt aber Möglichkeiten, die Zahlen genauer zu ermitteln.
Wenn wir die Zahlen genau ablesen und in eine Tabelle eintragen, ergibt sich:

Hier sind aber auch noch die Zahlen aus März 2026 mit drin, da es die Gesamtzahlen aller Teilnehmer:innen aus März 2026 und September 2026 sind.
Um die Chancen richtig abschätzen zu können, ermitteln wir also die Zahlen für September 2026, indem wir die März-Zahlen abziehen. Die reinen März-Zahlen stehen nicht im Detailergebnis, wir haben sie aber aus den Detailergebnissen vom März 2026 ausgelesen. 😊
Und zuletzt vergleichen wir die Werte aus September 2026 noch mit den Werten aus September 2025 + März 2026, da diese beiden Durchgänge ja entscheidend für die Zulassung des letzten Wintersemesters (26/27) waren. Und am Ende wollen wir anhand der offiziellen Grenzwerte des letzten Wintersemesters die Prognose erstellen.

Übersichtlicher ist es, sich anzuschauen, wie viele Personen mindestens einen bestimmten Punktbereich erreicht haben:

Das ergibt sich also, indem man immer alle Werte aus der vorherigen Tabelle oberhalb eines Wertes zusammenzählt. Beispiel: Im September 2026 (siehe vorherige Tabelle) gab es 2 Personen mit 90 bis 100 Punkten und 13 Personen mit 80 bis 89 Punkten. Oberhalb von 80 Punkten sind es also 15 Personen, die in dieser Tabelle drin sind (13 zwischen 80 und 89 + 2 zwischen 90 und 100).
Wenn man oberhalb von 70 Punkten schauen möchte, kommen noch die aus dem Punktebereich 70–79 dazu, also 32, womit sich 15 + 32 = 47 Personen für den Punktebereich über 70 ergibt.
Wir hoffen, das ist so weit verständlich. 😊Genau diese Werte siehst du in dieser Tabelle.
Jetzt schauen wir uns nicht mehr nur das Gesamtverhältnis der Bewerber:innen an (865 / 3.203 = 27 %), sondern das Verhältnis für jeden einzelnen Punktbereich. Wäre die Verteilung genau gleich wie im Vorjahr, müsste überall etwa 27 % stehen. Tut es aber nicht:

Im sehr hohen Bereich zwischen 90 und 100 Punkten gibt es sogar nur 12,5 % so viele Bewerber:innen wie im Vorjahr, oberhalb von 80 Punkten knapp über 20 %. Im oberen Punktebereich entspricht der Anteil der Bewerber:innen also eher dem Anteil der Studienplätze, nämlich rund 20 %.
Jetzt weißt du, wie wir die Auswertung angehen. Damit schauen wir uns nun einmal genau die einzelnen Studiengänge und Universitäten an.
In Hamburg zählt neben dem HAM-Nat auch der HAM-SJT. Die genauen Zahlen zum HAM-SJT ersparen wir dir: Die Verteilung ist im Verhältnis ungefähr gleich wie im Vorjahr und verschiebt das Bild weder in die eine noch in die andere Richtung.
Spannender ist die Kombination aus beiden, die AdH-HAM-Med-Punktzahl. Denn genau so gehen HAM-Nat und HAM-SJT ja auch in die AdH-Quote ein: HAM-Nat mit maximal 40 und HAM-SJT mit maximal 20 Quoten-Punkten, zusammen also maximal 60 Punkte.
In der richtigen AdH-Quote kommt dann noch das Abiturergebnis dazu, das die Auswahltestzentrale nicht kennt. Deshalb kann sie nicht die ganze AdH-Punktzahl-Verteilung angeben. Sie beschränkt sich daher auf den Anteil aus HAM-Nat und HAM-SJT, den sie „AdH-HAM-Med“ nennt.
Wir schauen uns die Zahlen also an, ziehen März 2026 ab, um September 2026 zu erhalten und vergleichen das dann mit September 2025 + März 2026. So ergibt sich:

Nicht wundern: Die Gesamtzahl (alle über 0 Punkte) ist etwas kleiner als bei der reinen HAM-Nat-Punktzahl, weil alle fehlen, die kein HAM-SJT-Ergebnis haben. Deshalb sind die Zahlen etwas kleiner und das Gesamtverhältnis liegt leicht verändert bei 26 % statt 27 %.
So, zur Erinnerung: Bei gleicher Punkteverteilung müsste in jedem Bereich ungefähr 26 % stehen. Im oberen Punktebereich sind es aber deutlich weniger. Oberhalb von 40 Punkten sind es nur 21,8 %.
Und genau dieser Bereich ist der entscheidende für die Zulassungsgrenzen. Die Veränderung in diesem Bereich bestimmt, wie sehr sich die Grenzpunktzahl in die eine oder andere Richtung verschiebt.
In diesem Bereich gibt es also 21,8 % so viele Bewerber:innen wie im Vorjahr, die sich auf 20 % so viele Studienplätze verteilen. Damit ist der Unterschied nur noch minimal.
Es gibt eine klare Regel, über welche Quote man den Studienplatz erhält, wenn man sowohl über die ZEQ als auch über die AdH eine Zulassung bekommen würde: Erst wird die ZEQ befüllt.
Das bedeutete also die ganzen letzten Jahre: Ein Teil der allerbesten Testteilnehmer:innen der AdH-Quote hat schon über die ZEQ einen Platz bekommen und stand in der AdH-Quote gar nicht mehr in Konkurrenz. Für das kommende Wintersemester gibt es diese ZEQ für den HAM-Nat nicht mehr.
Während im letzten Jahr also die Besten im HAM-Nat aus der AdH-Quote herausgefallen sind, bleiben sie diesmal drin.
Wir haben es durchgerechnet: Wenn wir die Personen herausrechnen, die im Vorjahr über die ZEQ zugelassen wurden, steigt das Verhältnis oberhalb von 40 Punkten von 21,8 % auf etwa 23,5 %. Das macht keinen riesigen Unterschied, wir wollten es aber nicht unerwähnt lassen, weil wir sonst sicher Nachfragen dazu von euch bekommen. 😄 Euch entgeht nämlich nichts.
Wir haben ja schon erwähnt, dass für die AdH-Quote vor allem der Punktebereich oberhalb von 40 AdH-HAM-Med-Punkten relevant ist. Das ergibt sich vor allem aus der Anzahl der Studienplätze in der AdH.
Wenn man noch Bewerber:innen rausrechnet, die sich doch nicht oder woanders bewerben (was wirklich überraschend viele sind), entspricht die Anzahl der Personen oberhalb dieser Punktzahl in etwa der Anzahl an Personen, die ins Studium kommen können.
Die genaue Anzahl ist nicht relevant. Wir möchten nur deutlich machen, dass weder nur die 10 besten Teilnehmer:innen noch alle 2.500 Teilnehmer:innen relevant sind. Die besten paar Hundert sind relevant, was eben etwa in dem Bereich oberhalb der AdH-HAM-Med-Punktzahl von 40 liegt.
Zu den 40 AdH-HAM-Med-Punkten kommt noch das Abitur. Es wird über deinen Prozentrang bei Hochschulstart in einen Wert von 0 bis 100 umgerechnet und mit 40 % gewichtet. Daraus ergibt sich die gesamte AdH-Punktzahl, die mit der Grenzpunktzahl verglichen wird. Im vergangenen Wintersemester lag die Grenzpunktzahl für die gesamte AdH-Punktzahl für Humanmedizin in Hamburg bei 63,2 Punkten.
Also musste „0,4 * Abiturergebnis zwischen 0 und 100 + 0,4 * HAM-Nat-Ergebnis + 0,2 * HAM-SJT-Ergebnis“ mindestens diese 63,2 Punkte ergeben, damit man eine Zulassung bekommen hat.
Man kann auch unter unseren genannten 40 AdH-HAM-Med-Punkten über diese 63,2 Punkte kommen, wenn das Abitur sehr gut ist. Umgekehrt garantieren über 40 Punkte keinen Platz, wenn das Abitur schwächer ist.
Es gibt mehrere Aspekte, die für die Veränderung der Zulassungsgrenze noch wichtig sein können und leider unbekannt sind:
Wie viele bewerben sich mit Ergebnissen aus dem Vorjahr?
Diese Personen stecken nicht in den aktuellen Detailergebnissen. Es betrifft aber nicht so viele und wird keinen großen Unterschied machen.
Wie viele schreiben zusätzlich den TMSnat im Mai 2027 und kommen darüber in Hamburg, Magdeburg oder an einer ganz anderen Uni unter?
Das ist schwer abzuschätzen. In Hamburg ist außerdem noch nicht veröffentlicht, was passiert, wenn jemand sowohl über den TMSnat als auch über den HAM-Nat zugelassen werden könnte. Bekommt diese Person dann einen HAM-Nat-Platz oder einen TMSnat-Platz?
In Magdeburg ist das geregelt: Die AdH-Unterquoten werden der Reihe nach (1 bis 3) abgearbeitet (Satzung der OVGU vom 27.05.2026).
Für Hamburg ist das nicht veröffentlicht. Wahrscheinlich wird aber auch hier erst Unterquote 1 und dann Unterquote 2 abgearbeitet. Unterquote 1 ist die TMSnat-Quote. Dann rutschen Bewerber:innen, die über beide Wege eine Zulassung erhalten könnten, in die TMSnat-Quote und lassen mehr HAM-Nat-Plätze übrig für alle, die den TMSnat nicht oder nicht gut genug schreiben. Das entlastet die Grenzpunktzahl etwas.
Wäre es umgekehrt und die HAM-Nat-Quote würde zuerst gefüllt, würden die starken Teilnehmer:innen nicht über die TMSnat-Quote „abgeschöpft“, sondern blieben in der HAM-Nat-Quote. Das würde die Grenzpunktzahl eher erhöhen.
Ganz sicher ist also nicht, was passiert.
Prüfe zuerst deine Zulassungschancen mit dem medirechner. Vergleiche deine AdH-Punktzahl inklusive Abitur mit der Grenze des letzten Jahres (63,2):
Unsere Empfehlung: Im Zweifel schreib sicherheitshalber den TMSnat im Mai 2027.
Und hier noch einmal ein wichtiger Hinweis zur einmaligen Chance 2027:
Viele, die bisher nur den TMS kennen, werden den Naturwissenschaftsteil im TMSnat komplett unterschätzen!
Du hast den HAM-Nat geschrieben und weißt genau, wie besonders die Aufgaben sind, und dass Schulwissen allein nicht ausreicht. Insbesondere beim ersten TMSnat-Durchgang 2027 werden sehr, sehr viele Teilnehmer:innen einfach nicht wissen, dass man sich so gezielt auf den Naturwissenschaftsteil vorbereiten muss. Und da der TMSnat ein reiner Vergleichstest ist, gilt:
Es wird wahrscheinlich nie wieder so leicht wie beim ersten TMSnat, ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen und dich von der Masse abzusetzen. Nutze diesen Vorsprung, wenn möglich!
In Magdeburg zählt kein HAM-SJT, relevant sind also nur die HAM-Nat-Ergebnisse. Über den HAM-Nat werden in der AdH insgesamt 25 % der Studienplätze vergeben, davon aber nur 10 Prozentpunkte in der AdH-1 (Abitur + HAM-Nat). Die anderen 15 Prozentpunkte gehen in die AdH-3, in der zusätzlich Berufsausbildung und Freiwilligendienst zählen. Dazwischen liegt die AdH-2 über den TMSnat. Die Unterquoten werden laut Veröffentlichung der Uni in dieser Reihenfolge abgearbeitet, die HAM-Nat-Quote AdH-1 also zuerst.
In diese AdH-Quote in Magdeburg gehen das Abitur und der HAM-Nat ein. Wir vergleichen sie mit der AdH-2 des Vorjahres, weil diese genau so aufgebaut war (Abitur 45 + HAM-Nat 55 Punkte). Die Grenze lag dort bei 55,7 Punkten. Auch hier machen viele Variablen die Prognose unsicher. Die Details ersparen wir dir: In der AdH-1 wird die Grenze in Magdeburg wahrscheinlich leicht steigen, am ehesten um etwa 1 bis 4 Punkte gegenüber der AdH-2 des letzten Jahres.
Es ergibt sich jedoch für Bewerber:innen, die hier knapp scheitern, eine Chance über die AdH-3. Und das auch ohne Berufsausbildung.
Die 12 Punkte für die Berufsausbildung und 3 Punkte für Freiwilligendienst, die in die AdH-3 mit eingehen, können durch ein gutes HAM-Nat-Ergebnis ausgeglichen werden. Das gab es auch in den Vorjahren schon, wird dieses Jahr aber deutlich häufiger passieren, weil die AdH-1 so klein ist.
15 % der AdH-Plätze werden hierüber vergeben, und auch in der vergleichbaren Quote im letzten Jahr waren es 15 %. Für das kommende Wintersemester gibt es aber deutlich weniger Bewerber:innen mit HAM-Nat-Ergebnis, insgesamt nur noch 27 % so viele. Trotzdem werden genauso viele Plätze vergeben.
Die Grenze sinkt also auf jeden Fall, und für alle mit Berufsausbildung wird es dieses Jahr leichter, einen Studienplatz in Magdeburg zu bekommen, vor allem mit Freiwilligendienst. Ohne Dienst ist der Vorteil kleiner, weil die Berufsausbildung jetzt nur noch 12 statt 15 Punkte bringt. Ein Freiwilligendienst bringt 3 Punkte dazu und gleicht das wieder aus. Achtung: Der medirechner rechnet noch mit den Regeln des Vorjahres, also mit 15 Punkten für die Berufsausbildung und ohne Punkte für den Dienst.
Wie viel genau die Zulassungsgrenze sinkt, lässt sich sehr schwer sagen. Denn es kommt der eben besprochene Effekt der AdH-1 dazu: Wer in der AdH-1 knapp keinen Platz bekommt, könnte auch ohne Berufsausbildung noch in die AdH-3 kommen. Das wirkt einem zu starken Absinken der Grenzpunktzahl entgegen.
Wir gehen davon aus, dass sie um wenige Punkte sinken könnte.
Auch in der ZEQ gibt es in Magdeburg noch eine kleine HAM-Nat-Quote (20 % der ZEQ-Plätze, also nur rund 3 Plätze). Hier zählen HAM-Nat, Berufsausbildung und Berufstätigkeit. Realistisch ist sie deshalb nur für dich interessant, wenn du beides hast, also eine Ausbildung und Berufserfahrung. Weil sich Plätze und Bewerber:innen ungefähr gleich stark verringern, erwarten wir eine ähnliche Grenze wie im vergangenen Semester (siehe medirechner). Bei so wenigen Plätzen kann aber schon eine einzige Person den Unterschied machen. Schreib deshalb im Zweifel den TMSnat.
Schau in den medirechner und vergleiche deine Werte mit den Grenzen des letzten Jahres.
Ohne Berufsausbildung:
Mit Berufsausbildung und ggf. Freiwilligendienst:
Hier wird es besonders schwierig, und der Vergleich mit dem Vorjahr funktioniert leider nicht gut. Ab dem kommenden Wintersemester fällt der HAM-SJT in der Zahnmedizin weg, und die Kriterien ändern sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Hier eine Übersicht der Kriterien:

Das erhöht die Fehleranfälligkeit jeder Berechnung enorm. Und bei einem so kleinen Studiengang und jetzt nur rund 7 Plätzen in der HAM-Nat-Quote entscheiden schon Kleinigkeiten.
Wir haben für die Grenzpunktzahl der AdH eine Spanne von etwa 50 bis 64 Punkten errechnet.
Letztes Jahr lag die Grenze bei 64,1 Punkten. Die große Spanne kommt vor allem daher, dass unklar ist, wie viele noch den TMSnat schreiben und ob die TMSnat-Quote vor der HAM-Nat-Quote befüllt wird.
Für Zahnmedizin ist die Prognose leider am ungenauesten. Die Grenze aus dem Vorjahr ist weniger relevant, weil sich die Kriterien ändern. Das schmeißt alles um.
Deine Werte kannst du daher eigentlich auch nicht direkt im Zulassungsrechner beurteilen, weil er ja mit den Kriterien des letzten Jahres rechnet.
Weil der HAM-SJT ab 2027 wegfällt und der HAM-Nat dafür stärker zählt, kannst du den medirechner mit einem kleinen Trick trotzdem nutzen: Trag beim HAM-SJT einfach deine HAM-Nat-Punktzahl ein. Dann rechnet der Rechner genau mit der neuen Gewichtung.
Vergleiche das Ergebnis aber nicht mit der Vorjahresgrenze von 64,1 Punkten. Wie gesagt ist die Unsicherheit für das kommende Wintersemester groß, weil nur rund 7 Plätze vergeben werden.
Diese Auswertung ist unser bester Versuch, aus den verfügbaren Daten eine fundierte Einschätzung abzuleiten. Trotzdem gilt: Wir können Fehler machen oder etwas übersehen, die Daten aus den Detailergebnissen können Ungenauigkeiten enthalten, und die Satzungen für 2027 sind teilweise noch nicht endgültig. Selbst wenn du deutlich über der Grenze liegst, können wir dir deshalb keine Garantie geben.
Unser ehrlicher Rat: Wenn du unsicher bist, schreib den TMSnat zusätzlich. Im schlimmsten Fall hast du dir eine zweite Chance gesichert, die du am Ende gar nicht brauchst. Im besten Fall wird sie genau die Chance, die dir den Studienplatz bringt.
In unserem neuen Video erklären wir noch einmal ausführlich, warum gerade der erste TMSnat-Durchgang eine einmalige Gelegenheit ist und was das für deine Vorbereitung bedeutet: https://www.youtube.com/watch?v=Hqw_QiBEf64
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Wir werden in den nächsten Monaten alles dafür tun, dir die Vorbereitung auf den TMSnat so leicht wie möglich zu machen.
Egal, ob du am Ende über den HAM-Nat oder den TMSnat ins Studium kommst: Wir drücken dir die Daumen und wünschen dir alles Gute für die Zukunft! 🫶
Zuletzt aktualisiert am 30.10.2026

Hi, ich bin Martin und Gründer dieser Lernplattform. Ich bin verantwortlich für das Textbook, die Aufgaben und es gibt wahrscheinlich keine Information über den TMSnat, die ich nicht kenne. Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit an mich wenden.
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