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Der TMSnat ist der neue deutschlandweite Medizinertest, der ab dem Jahr 2027 den bisherigen TMS und den HAM-Nat ablöst. Er wird im Auswahlverfahren für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin an allen staatlichen Universitäten in Deutschland eingesetzt und entscheidet über rund 70 % aller medizinischen Studienplätze mit.
In diesem Kapitel erfahrt ihr die wichtigsten Eckdaten zum TMSnat. Außerdem geben wir euch einen Überblick über die Hintergründe der Zusammenlegung von TMS und HAM-Nat sowie über die Institutionen, die den Test entwickeln und durchführen.
So bekommt ihr ein klares Bild davon, warum es den TMSnat gibt und was ihn ausmacht.
Der TMSnat (Test für medizinische Studiengänge mit naturwissenschaftlichen Aufgaben) ist der neue Medizinertest 2027 und wird ab dem Jahr 2027 im Auswahlverfahren für Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin an allen staatlichen Universitäten in Deutschland eingesetzt.
Privatuniversitäten können ihn ebenfalls im Auswahlverfahren anerkennen oder einen eigenen Zulassungstest anstelle des TMSnat verwenden.
Der TMSnat wird zweimal jährlich angeboten: im Frühling (Mai) und im Herbst (November).
An jedem TMSnat-Testtermin werden voraussichtlich ca. 15.000 – 20.000 Bewerber teilnehmen. Um diese Masse an Teilnehmern zu bewältigen, findet der TMSnat gleichzeitig an ca. 30 verschiedenen Orten in Deutschland statt und pro Testdurchlauf gibt es zwei verschiedene Testtage, auf welche die Bewerbenden aufgeteilt werden.
Der TMSnat zählt für die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin.
Die Studiengänge Psychologie und Pharmazie, für die ebenfalls ein testbasiertes Auswahlverfahren existiert, haben jeweils eigene Tests.
Der Großteil der Bewerber für das Medizinstudium muss den TMSnat schreiben, um eine Zulassung erhalten zu können. Denn ungefähr 70 % der Studienplätze werden zukünftig unter Einbezug des TMSnat-Ergebnisses vergeben.
Fast 30 % der Studienplätze werden ausschließlich über das Abiturergebnis vergeben. Mittlerweile benötigt man jedoch an vielen Universitäten sehr hohe Abiturpunktzahlen, sodass selbst ein 1,0-Abiturschnitt keine Zulassungsgarantie mehr ist, wenn die Abiturpunktzahl nicht hoch genug ist. Die genauen Abiturpunktzahlen, die für eine Direktzulassung benötigt werden, ändern sich jedes Jahr und sind bis zur Studienplatzvergabe nicht bekannt. Es ist daher empfehlenswert, dass jede und jeder, der bzw. die in Deutschland Medizin, Zahnmedizin oder Tiermedizin studieren möchte, den TMSnat schreibt, um die Zulassungschancen zu maximieren.
Es ist auch wichtig zu wissen, dass ein Teil der Studienplätze ausschließlich über Testergebnisse vergeben wird und das Abitur dabei gar nicht einbezogen wird. Es ist daher über den TMSnat mit wirklich jedem Abiturdurchschnitt möglich, einen Studienplatz zu bekommen.
Wenige Studienplätze werden über Sonderquoten vergeben, in denen der TMSnat nicht genutzt wird. Diese Sonderquoten sind zum Beispiel die Landarztquote, Zweitstudienquote und Studienplätze, die über die Bundeswehr vergeben werden.
Allerdings ist die Anzahl der vergebenen Studienplätze in diesen Sonderquoten sehr gering und nur für sehr wenige Bewerber relevant.
Ausführlichere Informationen zum Zulassungsverfahren findet ihr im Kapitel Auswahlverfahren im Medizinstudium.
Der TMS und der HAM-Nat wurden im Rahmen von Studien zum Auswahlverfahren untersucht. Hierbei wurde überprüft, wie gut diese Auswahltests den Studienerfolg vorhersagen können, also ob Bewerber mit guten Testergebnissen auch das Studium gut absolvieren und möglichst selten das Studium abbrechen.
Die Konsequenz dieser Studien war eine Zusammenlegung des TMS und HAM-Nat zum TMSnat, um die Vorteile beider Tests miteinander zu kombinieren.
Die Hintergründe der beiden Tests und ihrer Zusammenlegung haben wir euch hier einmal zusammengefasst.
Im Auswahlverfahren für das Medizinstudium werden bis Ende 2026 noch zwei separate Tests eingesetzt, der TMS und der HAM-Nat.
Der TMS (Test für medizinische Studiengänge) wurde schon 1986 eingeführt. Zwischenzeitlich wurde er in den 90er-Jahren pausiert, da die Anzahl der Bewerbungen kaum noch über der Anzahl der Studienplätze lag und dieses aufwendige Auswahlverfahren keinen Sinn mehr ergab. Stattdessen wurden nur noch die Abiturnote und Wartesemester als Kriterien herangezogen. Ab 2007 wurde er dann aber wieder schrittweise in einigen Bundesländern eingeführt und in den letzten Jahren von fast allen staatlichen Universitäten (zuletzt etwa 40) für das Auswahlverfahren der Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin verwendet.
Den TMS kann man als Fähigkeitstest beschreiben, der allgemeine kognitive Fähigkeiten wie räumliches Vorstellungsvermögen, mathematisches Problemlösen und logisches Schlussfolgern aus Texten und Diagrammen abprüfte.
Die Besonderheit des TMS ist, dass außer Grundkenntnissen in Mathematik kein Vorwissen benötigt wurde. Man konnte sich zwar mit den Inhalten vertraut machen und ihn in geringem Umfang üben, allerdings war er nur wenig trainierbar. Ähnlich wie es bei klassischen Intelligenztests (z.B. weit verbreiteten IQ-Tests) der Fall ist.
Der HAM-Nat (Hamburger Auswahlverfahren für Medizin - Naturwissenschaftstest) war dagegen schon immer ein kleines „Außenseiterprojekt“.
Er wurde in Hamburg als Alternative zum TMS entwickelt und seit 2008 am Universitätsklinikum in Hamburg zur Vergabe der Studienplätze genutzt. Auch die Universitäten Magdeburg und Berlin entschieden sich irgendwann dazu, ihre Studienplätze über den HAM-Nat statt über den TMS zu vergeben, wobei Berlin ab 2020 jedoch wieder zum TMS wechselte – vermutlich, weil der TMS organisatorisch einfacher durchzuführen war.
Im Gegensatz zum TMS ist der HAM-Nat eher ein Wissenstest und beinhaltete vor allem Aufgaben zu Mathe, Physik, Chemie und Biologie auf Gymnasialniveau. Man musste sich also sehr gezielt auf den Test vorbereiten und diese Themen lernen.
Der HAM-Nat testete somit also die Fähigkeit, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, sich diese zu merken und im Test anzuwenden. Außerdem testete der HAM-Nat die Motivation und Disziplin, längere Zeit (im Schnitt 8-12 Wochen) intensiv zu lernen. Diese Motivation und Disziplin benötigt man auch, um das Medizinstudium erfolgreich zu meistern.
Nützlich am HAM-Nat ist zudem, dass er den Bewerbern automatisch beim Einstieg in das Medizinstudium half, da genau diese gelernten Themen als Grundlagen in den ersten Semestern des Medizinstudiums benötigt wurden.
Viele Jahre existierten der TMS und der HAM-Nat nebeneinander.
2017 gab es jedoch ein entscheidendes Ereignis: Das Bundesverfassungsgericht stellte fest, dass das Auswahlverfahren für Medizin in Deutschland in einigen Aspekten ungeeignet war und geändert werden musste.
Einerseits wurde die Wartezeitquote abgeschafft, da sie die Eignung für das Studium nicht direkt prüft und somit kein passendes Auswahlkriterium für das Medizinstudium darstellt.
Sie funktionierte so, dass Bewerber einfach eine bestimmte Anzahl an Semestern warten mussten und dann einen Studienplatz für Medizin erhielten. In dieser Zeit durften sie jedoch kein anderes Fach an einer staatlichen Universität studieren. Zuletzt betrug die Wartezeit für eine Zulassung zum Medizinstudium 14 Wartesemester, also 7 Jahre. Länger als das eigentliche Medizinstudium!
Viele Studierende aus dieser Quote hatten nach der langen Wartezeit Schwierigkeiten, wieder eine gute Lernroutine zu finden, oder konnten aufgrund anderer Verpflichtungen (z. B. Berufstätigkeit oder Familienplanung) weniger Zeit für das Studium aufbringen. Dies führte insgesamt zu hohen Abbruchzahlen in dieser Quote. Die Wartezeitquote musste daher vollständig ersetzt werden.
Anstelle der Wartezeitquote wurde eingeführt, dass ein Teil der Studienplätze nur noch über Testergebnisse und an manchen Universitäten zusätzlich über einen Nachweis von medizinisch relevanten Freiwilligendiensten oder Berufsausbildungen vergeben werden muss. Die Abiturnote darf in dieser Quote nicht einbezogen werden.
So hat man einen Kompromiss gefunden: Das Abitur wird für einige Studienplätze nicht mit in das Auswahlverfahren einbezogen, damit auch Bewerber mit schwächerem Abitur einen Studienplatz erhalten können. Gleichzeitig ist es dank dieser neuen Quote möglich, dass Bewerber trotzdem nicht ewig auf den Studienplatz warten müssen, sondern direkt einen Studienplatz bekommen können, wenn sie gute Ergebnisse im Auswahlverfahren erreichen.
Im Kapitel Auswahlverfahren im Medizinstudium beschreiben wir diese Quote ausführlicher.
Weiterhin wurde festgestellt, dass das Abitur in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich schwer ist, was ebenfalls berücksichtigt werden muss. Ein 1,0-Abitur ist in Schleswig-Holstein wesentlich seltener als in Hamburg. Wenn Schüler aus Hamburg nicht grundsätzlich klüger als Schüler aus Schleswig-Holstein sind, muss das an unterschiedlicher Bewertung liegen. Daher wurde ein Ausgleichsmechanismus für das Abiturergebnis festgelegt, wodurch Abiturergebnisse aus verschiedenen Bundesländern vergleichbar werden. Auch dazu mehr im Kapitel Auswahlverfahren im Medizinstudium.
Zu guter Letzt wurde festgelegt, dass die Auswahltests daraufhin geprüft werden müssen, ob diese auch wirklich geeignet sind, den Zugang zum Medizinstudium zu bestimmen. Und je nach Ergebnis der Überprüfung müssten diese angepasst und vereinheitlicht werden.
Um diese Frage zu beantworten, wurde das Projekt stav (Studierendenauswahl-Verbund) ins Leben gerufen, in dem sich mehrere Hochschulen zusammengeschlossen haben. Es folgten mehrere Studien, die über Jahre untersuchten, wie sehr die HAM-Nat- und TMS-Ergebnisse den Studienerfolg vorhersagen. Also ob Bewerber mit guten Testergebnissen auch gut durch das Studium kommen. Hierbei wurde insbesondere betrachtet, ob sie möglichst selten das Studium abbrechen und welche Noten sie in den ersten Semestern des Studiums und im 1. Staatsexamen erzielten.
In diesen Studien stellte sich heraus, dass sowohl der HAM-Nat als auch der TMS geeignet sind, den Studienerfolg vorherzusagen. Sie eignen sich daher neben dem Abiturergebnis als zusätzliches Zulassungskriterium.
Eine genauere Analyse zeigte jedoch, dass dies im TMS nicht für alle Untertests gleichermaßen gilt. Gerade die visuellen Untertests (Fehler in Bildern suchen, dreidimensionales Vorstellungsvermögen) zeigten wenig Zusammenhang mit dem Studienerfolg. Diese Untertests verschlechterten sogar die Gesamtvorhersagekraft des TMS.
Der HAM-Nat schnitt mit seinem größten Untertest Naturwissenschaftsteil sogar besser als der TMS ab. Aber auch im HAM-Nat gab es kleinere Untertests, die weniger nützlich für die Vorhersagekraft des Studienerfolgs waren.
Die logische Schlussfolgerung dieser Studien war, das Beste aus beiden Tests miteinander zu kombinieren. Der Test für medizinische Studiengänge mit naturwissenschaftlichen Aufgaben war geboren. Kurz: TMSnat.
Im TMSnat wird der Teil zum „Logischen Denken“ aus dem TMS übernommen, der gut den Studienerfolg vorhersagt und sich nur bedingt trainieren lässt. Er sagt besonders gut aus, ob Bewerber in der Lage sind, neue Zusammenhänge zu verstehen und zu verknüpfen. Diese Fähigkeit wird auch als fluide Intelligenz bezeichnet. Fluide Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen, ohne auf vorhandenes Wissen zurückzugreifen.
Der Naturwissenschaftsteil aus dem HAM-Nat dagegen zeigt besonders gut, ob Bewerber naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen, sich merken und wiedergeben können. Diese Fähigkeit wird auch als kristalline Intelligenz bezeichnet.
Kristalline Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, Wissen abzuspeichern und in Aufgaben auf dieses vorhandene Wissen zurückgreifen zu können. Das Wissen ist wie Kristalle im Gehirn verankert.
Zusätzlich wird über den Naturwissenschaftsteil getestet, ob Bewerber über die Lerndisziplin verfügen, die auch im Studium benötigt wird.
Die 7 TMSnat-Untertests stellen wir euch im nächsten Kapitel TMSnat-Aufbau und TMSnat-Inhalte mit Beispielaufgaben noch einmal ausführlich mit Beispielaufgaben vor.
Der TMSnat wird von einem Zusammenschluss verschiedener Universitäten entwickelt und organisiert.
Besonders erwähnenswert sind hierbei die Universität Heidelberg, die auch bereits die Entwicklung und Durchführung des TMS organisiert hat, und die Universität Hamburg, die den HAM-Nat entwickelt hat.
Die Universität Heidelberg hat dabei eine gesonderte Abteilung, die sich um diesen Test kümmert, die sogenannte heiTEST-Koordinationsstelle. Im Rahmen der Anmeldung für den TMSnat werdet ihr diesen Namen bestimmt einmal lesen.
Zusätzlich ist das Unternehmen ITB Consulting GmbH an der Entwicklung von Aufgaben und der Durchführung des TMSnat beteiligt.
Die ITB Consulting GmbH startete 1971 unter dem Namen Institut für Test- und Begabungsforschung als Projekt der Studienstiftung des deutschen Volkes, um Auswahltests für Studierende zu entwickeln und zu erforschen. Mittlerweile bietet das ITB für viele Studiengänge und auch private Universitäten maßgeschneiderte Auswahltests an und hat den vollständigen Namen ITB Consulting GmbH.
Das ITB ist bei der Aufgabenentwicklung und Testdurchführung eher im Hintergrund.
Für den TMS hat das ITB drei Übungsbücher herausgegeben, die unter den Namen ITB I, II und III bekannt waren. Eventuell werdet ihr also auch in der Vorbereitung auf den TMSnat mal vom ITB hören, wenn sie Übungsmaterial hierfür bereitstellen. Ansonsten werdet ihr aber keinen direkten Kontakt zu diesem Unternehmen haben.
Ja, der TMSnat ist sehr gut trainierbar und lernbar. Mit der richtigen TMSnat-Vorbereitung ist es möglich, sein persönliches Ergebnis erheblich zu verbessern.
Dies gilt nicht nur für den Naturwissenschaftsteil, sondern auch für die Untertests, in denen eher logisches Schlussfolgern erforderlich ist.
Einerseits gaben die TMS-Ersteller an, dass der TMS kaum trainiert werden könne, da er eher allgemeine Fähigkeiten der Bewerber misst. Auf der offiziellen TMS-Seite schrieben sie hierzu folgenden Hinweis:
Die Fähigkeiten, die der TMS misst, sind das Resultat langjähriger Lern- und Entwicklungsprozesse; sie entziehen sich damit weitgehend einer kurzfristigen Beeinflussung.
Andererseits fanden sie jedoch selbst in einer Studie heraus, dass eine längere Vorbereitungszeit im Durchschnitt sehr wohl zu einem besseren Ergebnis führt.
In einigen Untertests des TMS gab es zudem bestimmte Bearbeitungsstrategien oder Tricks, durch die sich die Aufgaben deutlich besser oder schneller lösen ließen. Das sichere Anwenden dieser Strategien bzw. Tricks benötigte jedoch ausreichend Übungszeit.
Außerdem war es in den mathematischen Untertests sehr hilfreich, möglichst viele Übungsaufgaben bearbeitet zu haben, um sich an typische Aufgabenstellungen zu gewöhnen und rechnen zu üben.
Wenn man dies bei der Vorbereitung zum TMS berücksichtigt hat, stimmte es jedoch, dass es irgendwann kaum noch Fortschritte brachte, immer mehr zu lernen. Für die meisten Bewerber machte es keinen Unterschied, ob man sich 6 oder 12 Wochen vorbereitete. Auch, wenn manche Anbieter von Testmaterial das natürlich gerne anders vermittelt haben und Bewerbern einredeten, sie müssten immer länger lernen und bräuchten damit auch immer mehr Lernmaterial, um Kurse für mehrere tausend Euro und die nächste Buchreihe zu verkaufen.
Für die Untertests des TMSnat, die ursprünglich aus dem TMS stammen, gilt somit weiterhin, dass man einige Bearbeitungsstrategien und Tricks kennenlernen und über mehrere Wochen üben sollte.
Die mathematischen Untertests Quantitative und formale Probleme und Arithmetisches Problemlösen sind sehr gut trainierbar und es ist hilfreich, viele Übungsaufgaben zu bearbeiten.
Mit den Naturwissenschaftsfragen kommt ein großer Testteil hinzu, der unbedingt trainiert werden sollte. Die abgefragten Themen und Aufgabentypen sind so speziell, dass es definitiv nicht ausreicht, sich auf sein Schulwissen zu verlassen, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen möchte. Stattdessen sollte man diese Themen und Aufgabentypen speziell lernen und trainieren.
Zudem kamen im HAM-Nat stets ca. 20-30 % sogenannte Altfragen vor, also Aufgaben aus alten Testdurchgängen. Diese wurden von den Testerstellern als Übungsaufgaben öffentlich verfügbar gemacht. Es war daher ein wichtiger Teil der Vorbereitung, diese Altfragen kennenzulernen und zu verstehen. Auswendiglernen brachte hierbei jedoch nur einen geringen Effekt, da die Aufgaben auch oft in abgewandelter Form und mit anderen Zahlen in den echten HAM-Nat-Durchgängen abgefragt wurden.
Es ist anzunehmen, dass dies auch beim TMSnat so sein wird.
Aktuell findet ihr alle offiziellen Informationen noch über die TMS-Seite: https://www.tms-info.org/
Ab Sommer 2026 sollen die offiziellen Informationen über die Seite tmsnat.org erfolgen. Hierüber wird später auch die Anmeldung möglich sein.
Weitere wichtige Links werden folgen, sobald es mehr Informationen gibt. Wenn ihr keine Neuigkeiten verpassen möchtet, meldet euch am besten für unseren kostenfreien Newsletter an. Dort erhaltet ihr regelmäßig Updates, wenn wichtige Neuerungen bekanntgegeben werden.
Wie viele Bewerber nehmen am TMSnat teil?
An jedem TMSnat-Testtermin werden voraussichtlich 15.000 bis 20.000 Bewerber teilnehmen. Da der TMSnat zweimal jährlich angeboten wird (Mai und November), absolvieren pro Jahr somit ca. 30.000 bis 40.000 Bewerber den Test. Die genauen Zahlen können von Jahr zu Jahr variieren.
Für welche Studiengänge zählt der TMSnat?
Der TMSnat zählt für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin. An einzelnen Universitäten wird er auch für das Studienfach Molekulare Medizin genutzt. Für Psychologie und Pharmazie, bei denen ebenfalls testbasierte Auswahlverfahren existieren, gelten eigene Tests (BaPsy-DGPs für Psychologie und PhaST für Pharmazie).
Warum gibt es den TMSnat?
Der TMSnat wurde eingeführt, um das Auswahlverfahren für das Medizinstudium zu vereinheitlichen und gerechter zu gestalten. Er ist das Ergebnis mehrjähriger wissenschaftlicher Studien, die zeigten, dass die Kombination der aussagekräftigsten Teile aus TMS und HAM-Nat den Studienerfolg besser vorhersagt als die bisherigen Tests allein. Ab 2027 löst der TMSnat daher den TMS und den HAM-Nat als bundeseinheitlicher Medizinertest ab.
Wer entwickelt den TMSnat?
Der TMSnat wird von einem Zusammenschluss verschiedener deutscher Universitäten entwickelt. Federführend sind die heiTEST-Koordinationsstelle der Universität Heidelberg und die AG Auswahlverfahren der Universität Hamburg. Zusätzlich ist das Unternehmen ITB Consulting GmbH an der Aufgabenentwicklung und Testdurchführung beteiligt.
Was macht ITB Consulting beim TMSnat?
ITB Consulting ist als Partnerunternehmen an der Entwicklung der TMSnat-Aufgaben, der Testdurchführung und der Testauswertung beteiligt. Das deutsche Unternehmen wurde 1971 als Institut für Test- und Begabungsforschung von der Studienstiftung des deutschen Volkes gegründet und 1977 schon mit der Entwicklung des TMS beauftragt. Seit dem Jahr 2000 tritt es unter dem Namen ITB Consulting GmbH auf.
Was ist der Unterschied zwischen TMS und HAM-Nat?
Der TMS ist ein klassischer Fähigkeitstest, der allgemeine kognitive Fähigkeiten wie logisches Schlussfolgern und mathematisches Problemlösen prüfte und sich nur wenig trainieren ließ. Der HAM-Nat hingegen ist eher ein Wissenstest mit Aufgaben zu Mathematik, Physik, Chemie und Biologie auf Gymnasialniveau und erforderte eine gezielte inhaltliche Vorbereitung. Der TMSnat kombiniert die besten Teile beider Tests.
Warum wurde die Wartezeitquote im Medizinstudium abgeschafft?
Die Wartezeitquote wurde vom Bundesverfassungsgericht 2017 als ungeeignet eingestuft, weil sie die Eignung für das Medizinstudium nicht direkt prüft. Außerdem führte sie zu hohen Abbruchquoten: Viele Studierende hatten nach durchschnittlich 7 Jahren Wartezeit Schwierigkeiten, eine gute Lernroutine zu finden, oder konnten aufgrund von Familie und Beruf weniger Zeit für das Studium aufbringen. Heute werden diese Studienplätze stattdessen über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) vergeben.
Ist der TMSnat lernbar?
Ja, der TMSnat ist sehr gut lernbar. Vor allem die Naturwissenschaftsfragen sowie die mathematischen Untertests Quantitative und formale Probleme und Arithmetisches Problemlösen lassen sich durch gezieltes Lernen deutlich verbessern. Auch in den Untertests zu logischem Schlussfolgern helfen Bearbeitungsstrategien und regelmäßiges Üben, das eigene Ergebnis zu steigern. Mit einer Vorbereitungszeit von 3 bis 5 Monaten ist es für die meisten Bewerber realistisch, ein deutlich besseres Ergebnis zu erzielen als ohne Vorbereitung. Tipps zur Vorbereitung findet ihr in unserem Kapitel zur TMSnat-Vorbereitung.
Was ist der Unterschied zwischen fluider und kristalliner Intelligenz?
Fluide Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, neue Zusammenhänge schnell zu verstehen und zu verknüpfen, ohne auf vorhandenes Wissen zurückgreifen zu müssen. Sie wird im TMSnat vor allem durch die Untertests aus dem ursprünglichen TMS geprüft. Kristalline Intelligenz bezeichnet hingegen erworbenes Wissen, das wie Kristalle im Gehirn verankert ist. Diese wird im TMSnat durch den Naturwissenschaftsteil (übernommen aus dem HAM-Nat) geprüft.
Was sind Altfragen im TMSnat?
Als Altfragen bezeichnet man Aufgaben aus früheren Testdurchgängen, die als offizielles Übungsmaterial bereitgestellt werden. Beim HAM-Nat kamen regelmäßig 20 bis 30 % Altfragen in den echten Testdurchgängen vor, meist in leicht abgewandelter Form mit anderen Zahlen. Es ist anzunehmen, dass auch beim TMSnat ein ähnliches System genutzt wird, weshalb das Bearbeiten von Altfragen ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung sein dürfte.
Hi, ich bin Martin, Gründer von hamnatvorbereitung.de, tmsvorbereitung.de und jetzt auch tmsnatvorbereitung.de. Ich habe einen Prozentrang von 100 im TMS und den 1. Platz im HAM-Nat erreicht. Auf diesem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, damit du dich optimal auf den TMSnat vorbereiten kannst.
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