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Das Auswahlverfahren für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin ist in Deutschland zentral geregelt. Die Bewerbung erfolgt über das Portal Hochschulstart, die Studienplätze werden über drei Hauptquoten vergeben: Abiturbestenquote (ABQ), Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH-Quote) und Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ). Dazu kommen einige Sonderquoten wie die Landarztquote oder die Bundeswehr.
In diesem Kapitel erfährst du, wie die Studienplätze in Deutschland konkret vergeben werden, welche Kriterien an welchen Universitäten zählen und wie sich dein TMSnat-Ergebnis in den verschiedenen Quoten auswirkt. Außerdem zeigen wir dir mit konkreten Berechnungsbeispielen, wie die Quotenpunktzahlen ermittelt werden, welche Universitäten ein Sommersemester anbieten und welche Freiwilligendienste, Berufsausbildungen und Wettbewerbspreise für die Bewerbung anerkannt werden.
Die Medizinstudienplätze in Deutschland werden bundesweit zentral über das Portal Hochschulstart vergeben. Eine direkte Bewerbung an einzelnen Universitäten ist für die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin nicht möglich.
Ihr könnt euch über das Portal Hochschulstart gleichzeitig für mehrere oder alle Universitäten und auch mehrere Studiengänge bewerben.
Auch für einige andere Studiengänge werden die Studienplätze durch das zentrale Portal von Hochschulstart vergeben. In diesem Kapitel beschränken wir uns aber auf die Studienplatzvergabe der drei medizinischen Studiengänge Medizin (auch Humanmedizin genannt), Zahnmedizin und Tiermedizin.
Die Studienplätze werden im Zulassungsverfahren über drei Hauptquoten vergeben:
Eine geringe Anzahl von Studienplätzen wird noch über verschiedene Sonderquoten vergeben. Das sind: Nicht-EU-Ausländer-Quote, Härtefälle, Landarztquote, Amtsarztquote, Bundeswehr und Zweitstudienquote.
Diese Quoten betreffen jedoch jeweils nur sehr wenige Studienplätze (jeweils 1-3 %) und für die meisten Bewerber sind sie nicht relevant. Die Landarzt- und Amtsarztquoten werden nur in einigen Bundesländern angeboten.
Die Studienplätze der drei Hauptquoten werden vergeben, nachdem die Plätze über die Sonderquoten vergeben wurden. Genau genommen sind es also nicht 30 %, 60 % und 10 % aller Studienplätze, sondern 30 %, 60 % und 10 % derjenigen Studienplätze, die nach Abzug der Sonderquoten übrigbleiben. Daher werden die Sonderquoten auch unter dem Begriff Vorabquoten zusammengefasst.
Bis zu 20 % der Studienplätze einer Universität können insgesamt über diese Vorabquoten vergeben werden. Ein so großer Anteil wird jedoch nur erreicht, wenn viele Studienplätze über Landarzt- und Amtsarztquote vergeben werden. Die meisten Universitäten liegen deutlich darunter.
Hier findet ihr weitere Informationen von Hochschulstart zu den Vorabquoten.
Eine grundsätzliche Einführung in die TMSnat-Auswertung findest du in unserem Kapitel TMSnat-Ergebnisse und Auswertung. Hier zeigen wir dir nun, wie genau dein TMSnat-Ergebnis ins Auswahlverfahren miteinbezogen wird.
Zunächst möchten wir die drei Hauptquoten einmal ausführlicher erläutern.
In der Abiturbestenquote (ABQ) wird allein die Abiturpunktzahl als Auswahlkriterium betrachtet – andere Faktoren wie das TMSnat-Ergebnis spielen hier keine Rolle.
Für jede Universität gilt dann eine bestimmte Abiturpunktzahl, ab der Bewerber eine Zulassung über diese Quote erhalten.
Es gibt jedoch für jedes Bundesland, in dem das Abitur absolviert wurde, eine separate Auswahlgrenze. Hierbei wird beachtet, dass in manchen Bundesländern das Abitur schwerer ist, also in einigen Bundesländern wesentlich seltener sehr hohe Abiturergebnisse erreicht werden. Daher müsst ihr keine Sorge haben, dass euch euer Bundesland zum Nachteil wird.
Ein konkretes Beispiel für die Abiturbestenquote im Wintersemester 2025/2026: Wer einen Studienplatz in Humanmedizin an der Universität Köln bekommen wollte, brauchte mit einem Abitur in NRW eine Abiturpunktzahl von 843 (entspricht einem Abiturdurchschnitt von 1,0). Bei einem Abitur in Schleswig-Holstein hätte man jedoch nur 821 Punkte benötigt (entspricht einem Abiturdurchschnitt von 1,1).
Diese Abiturgrenze ist auch unter einem anderen Begriff bekannt: Umgangssprachlich wird sie als NC Medizin oder Numerus clausus Medizin bezeichnet.
Eigentlich bedeutet Numerus clausus jedoch wörtlich übersetzt „geschlossene Anzahl“ bzw. „begrenzte Anzahl“ und sagt nur aus, dass es eine Begrenzung der Studienplätze gibt. Studiengänge mit NC werden daher über Auswahlverfahren vergeben, während Studiengänge ohne NC allen Bewerbern einen Studienplatz anbieten können. Die medizinischen Studiengänge sind somit Studiengänge mit NC.
Die Zulassungsgrenzen der vergangenen Semester (NC Medizin) findet ihr im Zulassungsrechner von medirechner und im Downloadbereich auf Hochschulstart.
Je nach Wunschuniversität und Abitur-Bundesland werden im Studiengang Humanmedizin meist Abiturdurchschnitte zwischen 1,0 und 1,1 für eine Zulassung über die Abiturbestenquote benötigt. An den beliebten Universitäten liegen die Werte fast ausschließlich im 1,0-Bereich. Nur mit einem Abitur aus einem schweren Bundesland sind an wenigen – oft etwas unbeliebteren - Universitäten auch Zulassungen mit einem Abiturdurchschnitt von 1,2 möglich. An vielen Universitäten liegen die Grenzen jedoch im 1,0-Bereich, sodass man mit einem „schlechteren“ 1,0-Abitur schon keinen Platz mehr erhalten kann, wenn die Punktzahl nicht hoch genug ist.
Für den Studiengang Zahnmedizin ist es ähnlich, wobei hier öfter Zulassungen mit Abiturdurchschnitten von 1,1 bis 1,3 möglich sind.
Im Studiengang Tiermedizin unterscheidet sich dies noch stärker von Universität zu Universität und die Spannbreite reicht von Abiturdurchschnitten von 1,0 bis 1,5.
Wichtig zu wissen: Die Grenzen der Abiturpunktzahlen werden nicht vor der Bewerbung festgelegt, sondern ergeben sich erst in der Zulassungsphase. Sie sind abhängig davon, wie die Abiturpunktzahlen der Bewerber sind und wie viele Bewerber mit sehr gutem Abitur sich an welcher Universität bewerben. Die Bewerber an dieser Universität mit den besten Abiturpunktzahlen je Bundesland erhalten zuerst eine Zulassung an dieser Universität.
Erst wenn der letzte Platz in der Abiturbestenquote vergeben wurde, steht fest, welche Abiturpunktzahl gerade noch ausgereicht hat – und damit, was in diesem Jahr die Auswahlgrenze (Grenzpunktzahl) war.
Diese Grenzpunktzahlen schwanken von Jahr zu Jahr, da sich nie exakt gleich viele Bewerber mit sehr guten Abiturergebnissen für eine Universität interessieren und auch die durchschnittlich vergebenen Abiturpunktzahlen schwanken können. Vor wenigen Jahren gab eine Tendenz dazu, dass immer häufiger hohe Abiturpunktzahlen vergeben werden. Ob dieser Trend in Zukunft weitergeht, lässt sich leider nicht vorhersehen.
Wenn man nicht deutlich über den Grenzen der letzten Jahre liegt, sollte man sich daher besser nicht darauf verlassen, eine Direktzulassung über die Abiturbestenquote zu erhalten.
Bewerber mit sehr guten Abiturergebnissen können ihre Chancen erhöhen bzw. absichern, wenn sie sich auch eine Zulassung über die AdH-Quote und die ZEQ offenhalten. Und dafür benötigen sie in den meisten Fällen ein TMSnat-Ergebnis.
Mit 60 % der Studienplätze (nach Abzug der Vorabquoten) ist das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH-Quote) die wichtigste Quote im Zulassungsverfahren für das Medizinstudium.
In der AdH-Quote können alle Universitäten eigene Gewichtungen für mindestens drei vorgegebene Kriterien festlegen. Aktuell (Stand 2026) müssen in dieser Quote folgende Zulassungskriterien einbezogen werden:
Für Zahnmedizin und Tiermedizin können die Regeln etwas abweichen. Hier ist kein zusätzliches Kriterium verpflichtend.
Schauen wir uns diese Kriterien einmal ausführlicher an.
Die Abiturpunktzahl wird bei der Bewerbung in eine Punktzahl zwischen 0 und 100 umgewandelt.
Hierbei gibt es einen sogenannten Länderausgleich bzw. Abi-Länderausgleich, der berücksichtigen soll, dass in einigen Bundesländern weniger häufig hohe Abiturpunktzahlen vergeben werden. Im Länderausgleich wird die Abiturleistung nur mit Bewerbern aus dem gleichen Bundesland bewertet, indem zunächst ein Prozentrang gebildet wird. Genau wie beim TMSnat-Prozentrang sagt dieser aus, etwa welchen prozentualen Anteil aller anderen Bewerber man mit seinem Ergebnis übertreffen konnte, bzw. welcher prozentuale Anteil aller anderen Bewerber ein schwächeres Ergebnis hat als man selbst.
Ein Beispiel:
Ein Bewerber aus Hamburg mit einer Abiturpunktzahl von 795 Punkten (entspricht einem Abiturdurchschnitt von 1,2) hat im Wintersemester 2025/2026 dafür einen Prozentrang von 84,6 erhalten. Dieses Abiturergebnis war damit besser als das von 84,6 % aller anderen Bewerber aus Hamburg.
Eine Bewerberin aus Schleswig-Holstein mit der gleichen Abiturpunktzahl von 795 Punkten (Abi 1,2) hat im Wintersemester 2025/2026 dagegen einen Prozentrang von 86,6 erhalten, weil sie damit besser als 86,6 % aller Bewerber aus Schleswig-Holstein war.
Es wird somit berücksichtigt, dass in Schleswig-Holstein durchschnittlich geringere Abiturpunktzahlen vergeben werden.
Dieser Ausgleich findet für alle Bundesländer statt. Der so ermittelte Prozentrang wird jedoch nicht 1:1 ins Auswahlverfahren übernommen, sondern durch ein mathematisches Verfahren noch einmal leicht angepasst, sodass - ähnlich wie beim TMSnat-Testwert (siehe Kapitel TMSnat-Ergebnisse und Auswertung) - sehr hohe Prozentränge noch einmal überproportional mehr Punkte im Auswahlverfahren ergeben.
Hierüber müsst ihr euch jedoch nicht den Kopf zerbrechen. Die Umrechnung machen wir für euch automatisch in unserem Zulassungsrechner auf medirechner.
Die vergebenen Prozentränge für die Abiturergebnisse je Bundesland stehen leider nicht frei im Internet zur Verfügung, liegen uns aber im Original vor. Wir errechnen also anhand eurer Abiturpunktzahl und den Prozentrang-Werten der Vorjahre in unserem Zulassungsrechner die Punktzahl, die ihr im Auswahlverfahren für euer Abitur erhaltet.
Fun-Fact: Ursprünglich wollten wir Bayern statt Schleswig-Holstein als Beispiel nehmen. Tatsächlich liegt Bayern jedoch eher im Mittelfeld der Bundesländer und das schwerste Abitur liegt in Schleswig-Holstein vor, wie in diesem Video gezeigt. Dass in Bayern das Abitur besonders schwer sei, ist also ein Mythos.
Als Testergebnis wurden und werden an den verschiedenen Universitäten entweder der TMS, der HAM-Nat oder ein Interviewverfahren gewertet. Ab dem Wintersemester 2027/2028 soll der TMSnat an allen Universitäten als Testergebnis einbezogen werden.
Die erwähnten Interviewverfahren gibt es nur an wenigen Universitäten. Für Humanmedizin sind dies die Universität Greifswald, Universität Dresden/Chemnitz und die Universität Regensburg (medizinischer Campus Niederbayern). Für Zahnmedizin sind dies die Universität Greifswald und die Universität Rostock.
Weitere Informationen zu diesen zusätzlichen Tests findet ihr weiter unten in diesem Kapitel.
An diesen Universitäten wird die AdH-Quote jedoch noch einmal unterteilt, sodass diese Interviewverfahren nur für einen Teil der Studienplätze der AdH-Quote verwendet werden. Für den restlichen Teil der AdH-Quote wird aktuell auch das TMS-Ergebnis und ab dem Wintersemester 2027/2028 voraussichtlich das TMSnat-Ergebnis verwendet.
Jedes Testergebnis wird in der AdH-Quote in eine Punktzahl von 0-100 umgerechnet. Beim TMS und zukünftig auch beim TMSnat wird dies anhand des sogenannten Testwertes oder Standardwertes berechnet. Dies haben wir euch ausführlich im Kapitel TMSnat-Ergebnisse und Auswertung erklärt.
Als zusätzliches Kriterium werden an den meisten Universitäten Freiwilligendienste mit medizinischem Bezug (unter anderem FSJ, BFD oder ehrenamtliche Tätigkeit), eine medizinische Berufsausbildung und manchmal auch noch eine 12-monatige Berufserfahrung in diesem Ausbildungsberuf gewertet.
Außerdem berücksichtigen einige Universitäten Preise bei bildungsbezogenen Wettbewerben wie Jugend forscht.
Eine Liste der anerkannten Freiwilligendienste, Berufsausbildungen, Berufstätigkeiten und Preise findet ihr unten in diesem Kapitel. Ihr findet sie zusätzlich auch im Downloadbereich von Hochschulstart.
An der Universität Hamburg wird für das Wintersemester 2027/2028 noch der sogenannte HAM-SJT verwendet. Der HAM-SJT ist ein schriftlicher Test, der soziale Kompetenzen prüfen soll, indem verschiedene soziale Situationen und Interaktionen mittels Multiple-Choice-Aufgaben bewertet werden.
Zusätzlich wird an der Universität Hamburg im Studiengang Zahnmedizin der HAM-Man verwendet, ein Drahtbiegetest, der die manuellen Fähigkeiten der Bewerber testet.
Die Universitäten können frei wählen, welche Gewichtung sie den drei Kriterien geben und welche konkreten Anforderungen sie als zusätzliches Kriterium definieren. Eine genaue Übersicht je Universität seht ihr im Downloadbereich von Hochschulstart.
Als Beispiel haben wir einmal die Universität Köln und die Charité Berlin ausgewählt. Dies sind die Zulassungskriterien in der AdH-Quote für das Wintersemester 2025/2026:
| Universität Köln | Charité Berlin | |
|---|---|---|
| Abiturergebnis | 45 Punkte | 20 Punkte |
| Testergebnis | 45 Punkte (TMS) | 60 Punkte (TMS) |
| Zusätzliches Kriterium | 10 Punkte (anerkannte Berufsausbildung) | 20 Punkte (anerkannter Freiwilligendienst) |
| Gesamt | 100 Punkte | 100 Punkte |
Ihr seht also, dass die Kriterien und Gewichtungen sehr unterschiedlich sein können.
Insgesamt können in einer AdH-Quote nach Verrechnung aller Kriterien maximal 100 Punkte erreicht werden.
Die maximalen Punktzahlen je Kriterium sind die Gewichtungen der Kriterien. Um die jeweilige Punktzahl für das Kriterium in der AdH-Quote zu berechnen, muss man die Punktzahl zwischen 0 und 100 für dieses Kriterium mit der Gewichtung multiplizieren.
Machen wir dies am Beispiel einer fiktiven Bewerberin an der Universität Köln verständlich und gehen davon aus, dass der TMSnat zukünftig genau in der Gewichtung einbezogen wird wie der TMS:
Die Bewerberin hat für ihre Abiturpunktzahl einen Prozentrang von 70,0 erhalten. Dieser Prozentrang wird wie oben beschrieben mittels eines mathematischen Verfahrens noch einmal angepasst, was dazu führt, dass sehr hohe Abitur-Prozentrangwerte noch etwas stärker belohnt werden können – ähnlich wie beim TMSnat-Standardwert (siehe Kapitel TMSnat-Ergebnisse und Auswertung). Umgekehrt erhalten mittelgute Abiturergebnisse eine etwas geringere Punktzahl. Durch diese Umrechnung erhält die Bewerberin ca. 58 von maximal 100 möglichen Punkte für diese Abiturleistung.
Keine Sorge, in unserem Zulassungsrechner von medirechner machen wir diese Umrechnung automatisch, sodass ihr sie für eure Chancenberechnung nicht selbst durchführen müsst.
Da in Köln 45 von 100 Quotenpunkte für das Abitur vergeben werden können, werden diese 58 Punkte noch einmal mit 0,45 multipliziert:
0,45 (Gewichtung des Abiturs) x 58 (Punkte für das Abitur) = 26,1 Quotenpunkte in der AdH-Quote.
Auch das TMSnat-Ergebnis wird anhand des TMSnat-Standardwertes in eine Punktzahl von 0-100 umgewandelt, was wir im Kapitel TMSnat-Ergebnisse und Auswertung ausführlich beschrieben haben. Bei einem TMSnat-Standardwert von 112 erreicht die Bewerberin 42 von maximal 60 Punkten im Standardwert-Bereich (70–130). Das entspricht 70 % der möglichen Standardwert-Punkte (42 / 60 = 70 %). Die Zahl 70 wird dann also für das TMSnat-Ergebnis herangezogen und mit der Gewichtung multipliziert. Wenn wir beim Beispiel Köln bleiben, wo auch das Testergebnis mit maximal 45 Punkten bewertet wurde, wird die TMSnat-Punktzahl so in die AdH-Quotenpunktzahl umgerechnet:
0,45 x 70 TMSnat-Punkte = 31,5 Quotenpunkte für die AdH-Quote.
Für das Zusätzliche Kriterium erhält man entweder die angegebenen Punkte, wenn man das Kriterium erfüllt, oder eben nicht, wenn man das Kriterium nicht erfüllt.
Nehmen wir mal an, dass die Bewerberin das Kriterium erfüllt.
Die gesamte AdH-Quotenpunktzahl ergibt sich somit aus der Verrechnung aller Kriterien mit ihren jeweiligen Punktzahlen und Gewichtungen. Unsere beispielhafte Bewerberin erhält eine AdH-Quotenpunktzahl von:
26,1 Quotenpunkte für das Abiturergebnis + 31,5 Quotenpunkte für das Testergebnis + 10 Quotenpunkte für das Zusätzliche Kriterium.
Das ergibt insgesamt 67,6 Quotenpunkte.
Während der Studienplatzvergabe bei Hochschulstart werden die verschiedenen Quoten in unterschiedlicher Reihenfolge abgearbeitet, dazu unten genauere Informationen.
Wenn nun die Studienplätze in der AdH-Quote vergeben werden, wird eine Reihenfolge der Bewerberinnen nach ihren AdH-Punktzahlen gebildet. Nun erhalten zuerst die Bewerber mit den meisten AdH-Quotenpunkten eine Zulassung. Die Auswahlgrenze (Grenzpunktzahl) dieses Semesters wird anhand der Person bestimmt, die den letzten Platz dieser Quote bekommt.
Auch hier gilt, dass die Grenzen nicht vorab festgelegt werden, sondern sich erst in der aktiven Zulassungsphase ergeben. Man kann die Grenzpunktzahlen daher immer nur vergangene Semester betrachten.
Ein kurzer Blick in den Zulassungsrechner von medirechner oder den Downloadbereich von Hochschulstart zeigt, dass unsere Bewerberin mit 67,6 Quotenpunkten in der AdH deutlich über der Grenzpunktzahl im Wintersemester 2025/2026 liegt, die dort 58,3 Quotenpunkte betrug.
In vielen Fällen ist dieser Vergleich mit den Vorjahreswerten ein guter Anhaltspunkt, ob eine Zulassung mit den persönlichen Kriterien realistisch ist oder nicht. Hierfür nimmt man an, dass man für das eigene Abiturergebnis einen ähnlichen Prozentrang erhält wie vergangenes Jahr und die Grenzpunktzahl in dieser Quote ebenfalls ähnlich bleibt.
Schwierig wird diese Abschätzung jedoch in der Übergangsphase vom TMS und HAM-Nat zum TMSnat, da Vorwerte aus den Vorjahren fehlen und viele Universitäten auch die Gewichtungen der Kriterien anpassen werden. Die Übergangsregeln haben wir im nächsten Kapitel Übergangsregeln TMS, HAM-Nat und TMSnat ausführlich beschrieben.
Wir werden euch auf unserer Lernplattform tmsnatvorbereitung.de ab Herbst 2026 ein Prognose-Tool einrichten, mit dem ihr trotz der Übergangsregeln eine bestmögliche Prognose für das kommende Wintersemester erhalten könnt.
Universitäten dürfen ihre AdH-Quoten unterteilen, wenn sie verschiedene Gewichtungen von Kriterien in die Studienplatzvergabe einbringen möchten.
So ergeben sich an einigen Universitäten die Unterquoten AdH-1 und AdH-2, an wenigen Universitäten sogar noch AdH-3.
Eine komplette Übersicht findet ihr auch hier im Downloadbereich von Hochschulstart.
Auch für die Übergangsphase zwischen dem TMS bzw. HAM-Nat und TMSnat werden solche Unterquoten sowohl in der AdH-Quote als auch in der ZEQ genutzt.
Ausführlicheres dazu im nächsten Kapitel Übergangsregeln TMS, HAM-Nat und TMSnat.
In der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) werden nach Abzug der Vorabquoten 10 % der Studienplätze vergeben.
Das Besondere der ZEQ (Zusätzliche Eignungsquote) ist: Abiturergebnisse dürfen hier nicht berücksichtigt werden. Damit gibt es an jeder Universität die Möglichkeit, einen Medizinstudienplatz ohne guten Abiturschnitt zu erhalten.
An einigen Universitäten zählte in der Vergangenheit in der ZEQ nur das Testergebnis wie TMS oder HAM-Nat.
An vielen Universitäten wurden jedoch zusätzlich Freiwilligendienste oder Berufsausbildungen angerechnet.
Auch hier findet ihr die vollständige Liste aller Kriterien im Downloadbereich auf Hochschulstart.
Auch wenn über die ZEQ nur vergleichsweise wenige Studienplätze vergeben werden, bietet sie eine großartige Chance für alle, die ein eher schwächeres Abiturergebnis haben. An vielen Universitäten wird es bei Humanmedizin ab einem Abiturdurchschnitt von etwa 2,2 sehr schwer, einen Studienplatz über die AdH-Quote zu erhalten, da man dies dann durch ein sehr hohes Testergebnis ausgleichen müsste. An einigen Universitäten wird es ab einem Abiturschnitt im 2er-Bereich auch unmöglich, über die AdH-Quote eine Zulassung zu erhalten.
In der ZEQ dagegen haben alle Bewerber wieder die gleichen Chancen und viele Bewerber mit etwas schwächerem Abiturdurchschnitt benötigen hier weniger Testpunkte als in der AdH-Quote, sodass es ausreicht, ein „hohes“ statt „sehr hohes“ Testergebnis zu erreichen.
Ihr könnt im Zulassungsrechner auf medirechner nachvollziehen, ob bei eurem persönlichen Abiturdurchschnitt in der Vergangenheit eine Zulassung über die AdH-Quote oder die ZEQ leichter war.
Wer sich gut auf den TMSnat vorbereitet, wird hier also mit egal welchem Abitur (auch 3er-Abitur) eine realistische Chance auf einen Studienplatz haben. Es ist also falsch, dass man einen bestimmten Schnitt braucht, um Medizin studieren zu können. Dank der ZEQ ist dies mit jeder Hochschulzugangsberechtigung, auch einem 4,0er-Abitur, in Kombination mit einem guten oder sehr guten TMSnat möglich.
Ihr müsst bei der Hochschulstart-Bewerbung für das Medizinstudium nicht auswählen, über welche der drei Hauptquoten ihr euch bewerbt, sondern nehmt automatisch an allen Quoten teil.
Die Hauptquoten werden dann in festgelegter Reihenfolge „abgearbeitet“.
Wenn ein Bewerber oder eine Bewerberin also über mehrere Quoten zugelassen werden würde, erhält die Person ihre Zulassung über die Quote, die zuerst bearbeitet wird.
Die Reihenfolge der Quoten lautet:
Wie bereits erwähnt, führen einige Universitäten eigene Interviewverfahren durch, die in das Auswahlverfahren der jeweiligen Universität mit eingehen. Die Ergebnisse werden dann in der AdH-Quote und/oder der ZEQ berücksichtigt.
Zu welchem Anteil sie berücksichtigt werden, findet ihr im Downloadbereich bei Hochschulstart.
Aktuell (Stand 2026) führen folgende Universitäten solche zusätzlichen Auswahlkriterien durch:
Humanmedizin:
Zahnmedizin:
Wenn ihr euch für das Studium an diesen Universitäten interessiert, solltet ihr euch auf den verlinkten Seiten weiter zu diesen Interviewverfahren informieren.
Wichtig zu wissen: Für diese Auswahlverfahren müsst ihr euch direkt über die verlinkten Seiten bewerben, nicht über Hochschulstart. Die Anmeldefristen hierfür weichen von den TMSnat-Anmeldefristen ab.
Zum jetzigen Zeitpunkt benötigt man für die Teilnahme an einigen dieser Auswahlverfahren ein bestimmtes TMS-Ergebnis oder eine bestimmte Schulnote.
Beim Auswahlgespräch für die Universität Dresden/Chemnitz und zum Heidelberger Test zu interaktionellen Kompetenzen (IKM) werden die begrenzten Teilnahmeplätze an die Bewerber mit den besten TMS-Ergebnissen vergeben.
Die Einladung zum Auswahlgespräch für die Universität Regensburg (Medizinischer Campus Niederbayern) erfolgt über die Durchschnittsnote des Jahreszeugnisses vor dem Schulabschluss.
Die Einladung zum Rostocker Auswahlgespräch Zahnmedizin erfolgt auf Grundlage der Note der Hochschulzugangsberechtigung.
Aktuell werden folgende Freiwilligendienste für die Bewerbung zum Medizinstudium anerkannt – gültig für alle drei medizinischen Studiengänge (Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin):
Diese Dienste werden natürlich nur an den Universitäten berücksichtigt, die diese Kriterien auch in ihr Auswahlverfahren übernommen haben.
Wichtig für die Bewerbung: Der Stichtag für das Erreichen der angegebenen Mindestdauer ist für die Bewerbung zum Sommersemester der 31. Januar des Jahres; für die Bewerbung zum Wintersemester der 31. Juli des Jahres.
Aktuell werden folgende Berufsausbildungen für das Auswahlverfahren des Medizinstudiums anerkannt:
An vielen Universitäten wird im Auswahlverfahren allein der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung anerkannt. Wenn an einer Universität zusätzlich zur abgeschlossenen Ausbildung auch eine Berufstätigkeit anerkannt wird, gilt eine Mindestdauer von 12 Monaten. Stichtag für das Erreichen der Mindestdauer ist für ein Sommersemester der 31. Januar des Jahres; für ein Wintersemester der 31. Juli des Jahres.
Aktuell werden folgende Preise und Wettbewerbe für die Medizinbewerbung in allen drei Studiengängen (Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin) anerkannt:
Für das Wintersemester (also Studienstart im Oktober) beginnt die Bewerbungsfrist für das Medizinstudium auf Hochschulstart in der Regel Ende April.
Für das Ende der Bewerbungsfrist wird unterschieden, ob man das Abitur im aktuellen Jahr erlangt hat (Neu-Abiturienten) oder ob man das Abitur schon mindestens seit dem Vorjahr hat (Alt-Abiturienten). Neu-Abiturienten mussten sich die vergangenen Jahre bis Mitte Juli bewerben, Alt-Abiturienten bis Ende Mai. Die kommenden Fristen findet ihr auf Hochschulstart oder in der Fristen-Übersicht auf medirechner.
Für das Sommersemester (also Studienstart im April) beginnt die Bewerbungsphase auf Hochschulstart in der Regel Anfang November und endet Mitte Januar. Zum Sommersemester wird nicht zwischen Neu- und Alt-Abiturienten unterschieden.
Wichtig zu wissen: Nur wenige Universitäten bieten einen Studienstart zum Sommersemester an, sodass die Universitäten-Auswahl bei der Bewerbung zum Sommersemester deutlich geringer ist. Wir haben euch die Universitäten im nächsten Abschnitt einmal aufgelistet.
Wenn ihr zum Wintersemester das Studium beginnen möchtet, muss euer TMSnat-Ergebnis aus dem Mai des gleichen Jahres oder einem früheren Termin stammen. Der Herbst-TMSnat kann nicht mehr im gleichen Jahr zur Bewerbung verwendet werden, da er nach der Bewerbungsphase und sogar nach dem Studienbeginn stattfindet (TMSnat-Termin im November, Studienbeginn im Oktober).
Wenn ihr zum Sommersemester das Studium beginnen möchtet, muss euer TMSnat-Ergebnis dementsprechend aus dem November-TMSnat des vorherigen Jahres oder eines vorherigen Termins stammen. Der Frühjahrs-TMSnat kann nicht mehr in die Bewerbung zum Sommersemester im gleichen Jahr eingebracht werden, da auch er nach der Bewerbungsphase und dem Studienbeginn stattfindet.
Beachtet jedoch, dass TMSnat-Ergebnisse nur zwei Jahre Gültigkeit besitzen, die Ergebnisse daher auch nicht zu alt sein dürfen.
Für die Bewerbung zum Sommersemester 2027 zählt der TMSnat noch nicht. Für die Bewerbungen zum Wintersemester 2027/2028 und Sommersemester 2028 wird es Übergangsregeln geben, bei denen sowohl alte TMS- und HAM-Nat-Ergebnisse als auch das neue TMSnat-Ergebnis anerkannt werden.
Weitere Informationen hierzu findet ihr in unserem nächsten Kapitel Übergangsregeln TMS, HAM-Nat und TMSnat.
Da die Bewerbung über Hochschulstart nicht besonders intuitiv aufgebaut ist, haben wir auf medirechner einen Hochschulstart-Guide erstellt, der euch Schritt für Schritt durch die Bewerbung führt - von der Account-Erstellung bis zur finalen Bewerbung. Wenn ihr euch schon dafür interessiert, schaut ihn euch gerne einmal an.
Folgende Universitäten bieten einen Studienstart in den medizinischen Studiengängen zum Sommersemester (April) an:
Den Studiengang Tiermedizin kann man ausschließlich zum Wintersemester beginnen.
An welcher Universität ihr die besten Zulassungschancen habt, ist abhängig von euren individuellen Voraussetzungen (Abiturpunktzahl, Vorhandensein von Freiwilligendienst, Berufsausbildung oder weiteren Kriterien) und von der Gewichtung der Zulassungskriterien an der jeweiligen Universität.
Mithilfe des Tools medirechner könnt ihr eure Zulassungschancen für das Medizinstudium für jede einzelne Universität abschätzen und sehen, an welcher Universität ihr das geringste TMSnat-Ergebnis für eine Zulassung benötigt.
Ihr könnt dort sehen, welches Testergebnis ihr bei euren persönlichen Voraussetzungen in den vergangenen Semestern für eine Zulassung zum Studium benötigt hättet. Wenn sich mit Einführung des TMSnat nur der Test ändert und die Gewichtung der anderen Kriterien gleichbleibt, sind die notwendigen Ergebnisse des TMS und TMSnat vergleichbar. Ihr könnt also einschätzen, wie hoch euer TMSnat-Prozentrang bzw. TMSnat-Testwert (TMSnat-Standardwert) in etwa ausfallen sollte.
Wenn ihr schon euer TMS-Ergebnis oder TMSnat-Ergebnis vorliegen habt, könnt ihr im medirechner betrachten, wo eure persönlichen Quotenpunktzahlen je Universität im Vergleich zu den Grenzpunktzahlen der letzten Semester liegen.
Das Auswahlverfahren für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Tiermedizin in Deutschland ist auf den ersten Blick komplex, folgt aber einer klaren Struktur. Die Studienplätze werden zentral über Hochschulstart vergeben – über die drei Hauptquoten Abiturbestenquote (30 %), Auswahlverfahren der Hochschulen (60 %) und Zusätzliche Eignungsquote (10 %), ergänzt um kleinere Vorabquoten.
Für die meisten Bewerber sind die AdH-Quote und die ZEQ entscheidend, denn eine Zulassung über die Abiturbestenquote (ABQ) ist nur bei sehr hohen Abiturpunktzahlen (meist im hohen 1,0-Bereich) möglich und lässt sich nicht verlässlich vorhersehen.
Sowohl in der AdH-Quote als auch in der ZEQ ist das TMSnat-Ergebnis ein zentrales Kriterium. Während in der AdH-Quote auch das Abitur gewichtet wird, ermöglicht die ZEQ eine Zulassung komplett unabhängig vom Abiturschnitt. Damit wird klar: Ein Medizinstudium ist auch ohne 1,0-Abitur realistisch möglich, sofern ein gutes TMSnat-Ergebnis erreicht wird.
Jede Universität legt die Gewichtungen der Kriterien selbst fest. Das eigene notwendige TMSnat-Ergebnis hängt also stark von den persönlichen Voraussetzungen (Abitur, Freiwilligendienst & ehrenamtliche Tätigkeit, Berufsausbildung, Berufstätigkeit, anerkannte Preise) und der gewählten Wunsch-Universität ab.
Eine zusätzliche Chance bieten Universitäten mit eigenen Interviewverfahren wie Greifswald, Heidelberg, Dresden/Chemnitz, Regensburg und Rostock.
Für eine realistische Einschätzung der eigenen Zulassungschancen lohnt sich ein Blick in den Zulassungsrechner von medirechner, der die offiziellen Grenzpunktzahlen vergangener Semester berücksichtigt. So lässt sich erkennen, an welcher Universität die Chancen am besten stehen und welches TMSnat-Ergebnis ihr ungefähr erreichen müsstet.
Wer sich frühzeitig mit dem Auswahlverfahren beschäftigt, kann seine Bewerbungsstrategie gezielt aufbauen: TMSnat-Vorbereitung, eventuelle Freiwilligendienste oder Berufsausbildungen sowie die Auswahl passender Wunsch-Universitäten greifen ineinander. Mit der richtigen Vorbereitung und einer durchdachten Bewerbungsstrategie ist ein Medizinstudienplatz für jeden Bewerber erreichbar – unabhängig vom Abiturschnitt.
Kann ich auch ohne 1,0-Abitur Medizin studieren?
Ja, ein Medizinstudium ist auch ohne 1,0-Abitur möglich. Über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) werden 10 % der Studienplätze vergeben, ohne dass das Abiturergebnis berücksichtigt werden darf – hier zählt vor allem das TMSnat-Ergebnis. Auch in der AdH-Quote, in der 60 % der Studienplätze vergeben werden, kann ein schwächeres Abitur durch ein sehr gutes TMSnat-Ergebnis und Zusatzkriterien wie einen Freiwilligendienst oder eine medizinische Berufsausbildung ausgeglichen werden. Mit einem guten TMSnat-Ergebnis ist eine Zulassung zum Medizinstudium daher auch mit einem 2er-, 3er- oder sogar 4er-Abitur realistisch.
Wie bewerbe ich mich für das Medizinstudium in Deutschland?
Die Bewerbung für das Medizinstudium erfolgt bundesweit zentral über das Portal Hochschulstart. Eine direkte Bewerbung an einzelnen Universitäten ist nicht möglich. Über Hochschulstart könnt ihr euch gleichzeitig für mehrere oder alle Universitäten und auch für mehrere Studiengänge (Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin) bewerben. Die Bewerbungsphase beginnt für das Wintersemester Ende April und für das Sommersemester Anfang November.
Wird das Abitur in meinem Bundesland schlechter bewertet als in anderen Bundesländern?
Die Bewertung des Abiturs unterscheidet sich tatsächlich zwischen den Bundesländern - ein 1,0-Abitur ist beispielsweise in Schleswig-Holstein deutlich seltener als in Hamburg. Im Auswahlverfahren wird dies auf zwei Wegen berücksichtigt: In der Abiturbestenquote gelten separate Auswahlgrenzen je Bundesland, in der AdH-Quote wird zusätzlich ein Länderausgleich angewendet (auch Abi-Länderausgleich genannt), der die Abiturergebnisse über einen bundeslandspezifischen Prozentrang vergleichbar macht. Bewerber aus Bundesländern mit schwererem Abitur (z. B. Schleswig-Holstein) haben im Auswahlverfahren keinen Nachteil gegenüber Bewerbern aus Bundesländern, in denen häufiger sehr gute Abiturergebnisse vergeben werden.
Was sind Grenzpunktzahlen im Auswahlverfahren?
Die Grenzpunktzahlen (auch Zulassungsgrenzen genannt) sind die niedrigsten Gesamtpunktzahlen, mit denen im jeweiligen Semester gerade noch eine Zulassung zum Medizinstudium erteilt wurde. Sie werden für jede Universität, jeden Studiengang und jede Quote (AdH und ZEQ) erst nach der Bewerbungsphase veröffentlicht. Die Grenzpunktzahlen vergangener Jahre könnt ihr im Zulassungsrechner auf medirechner.de einsehen, um eure eigenen Zulassungschancen abzuschätzen.
Welche Freiwilligendienste werden für die Medizinbewerbung anerkannt?
Für die Bewerbung zum Medizinstudium werden zahlreiche Freiwilligendienste anerkannt – darunter Bundesfreiwilligendienst (BFD), Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) sowie internationale Freiwilligendienste wie Weltwärts oder der Europäische Freiwilligendienst. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten bei DRK, ASB, Maltesern, Johannitern, DLRG, Feuerwehr oder THW werden bei einer Mindestdauer von 2 Jahren anerkannt. Ob Dienste in das Auswahlverfahren einfließen, entscheidet jedoch jede Universität individuell.
Welche Berufsausbildungen werden für das Medizinstudium anerkannt?
Für die Bewerbung zum Medizinstudium werden zahlreiche medizinnahe Berufsausbildungen anerkannt – darunter Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Pflegefachfrau/-mann, Medizinische/r Fachangestellte/r, Rettungsassistent/in, Notfallsanitäter/in, Physiotherapeut/in und viele weitere. Für Zahnmedizin werden zusätzlich Berufe wie Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r oder Zahntechniker/in anerkannt, für Tiermedizin unter anderem Tiermedizinische/r Fachangestellte/r und Tierpfleger/in. Manche Universitäten verlangen zusätzlich zur Ausbildung eine Mindestberufstätigkeit von 12 Monaten.
Bis wann muss ich mich für das Medizinstudium bewerben?
Für das Wintersemester (Studienstart im Oktober) müssen sich Neu-Abiturienten erfahrungsgemäß bis Mitte Juli, Alt-Abiturienten bereits bis Ende Mai bewerben. Für das Sommersemester (Studienstart im April) endet die Bewerbungsfrist Mitte Januar – hier wird nicht zwischen Neu- und Alt-Abiturienten unterschieden. Die genauen Fristen für das aktuelle Bewerbungsjahr findet ihr auf Hochschulstart oder in der Fristen-Übersicht auf medirechner.de.
Welche Universitäten bieten Medizin auch zum Sommersemester an?
Nur wenige Universitäten bieten einen Studienstart im Sommersemester (April) an. Für Humanmedizin sind das aktuell die Charité Berlin, Erlangen-Nürnberg, Erlangen/Bayreuth, Gießen, Göttingen, Köln, Lausitz, Mainz (inkl. MedizinCampus Trier), Münster, Tübingen und Würzburg. Für Zahnmedizin sind es die Charité Berlin, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Freiburg, Gießen, Göttingen, Köln, Mainz, Marburg, München, Münster, Regensburg, Tübingen und Würzburg. Tiermedizin kann ausschließlich zum Wintersemester begonnen werden.
Hi, ich bin Martin, Gründer von hamnatvorbereitung.de, tmsvorbereitung.de und jetzt auch tmsnatvorbereitung.de. Ich habe einen Prozentrang von 100 im TMS und den 1. Platz im HAM-Nat erreicht. Auf diesem Blog teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen, damit du dich optimal auf den TMSnat vorbereiten kannst.
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