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  1. Lernmethoden
  2. Lernstrategie

Mit KI für den TMSnat lernen

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie funktioniert KI eigentlich?
  2. Was kann KI und was kann KI nicht?
  3. Die TMSnat-KI
  4. Wie sollte ich mit KI lernen?
    1. Lagere dein Denken nicht aus
    2. Stell präzise Fragen
    3. Die KI ist kein Textbook-Ersatz
    4. Die KI als Trainingspartner
  5. Zusammenfassung

KI-Chats haben vor wenigen Jahren die Welt wie wir sie kennen grundlegend verändert. Wir sind davon überzeugt, dass sie über die nächsten Jahre und Jahrzehnte die Welt mindestens so drastisch verändern werden wie das Internet oder das Smartphone.

Genau wie das Internet und Smartphone bietet diese Technologie enorme Vorteile und Chancen, gleichzeitig jedoch auch enorme Risiken. Bei der KI besteht das Risiko vor allem darin, dass Lern- und Denkprozesse negativ beeinflusst werden.

Wir erklären dir in diesem Kapitel daher, was du zur KI-Nutzung für den TMSnat wissen solltest und wie du optimal mit KI lernen kannst.

 

 

Wie funktioniert KI eigentlich?Zu diesem Abschnitt springen

 

Das, was im allgemeinen Sprachgebrauch als „KI“ oder „KI-Chat“ bezeichnet wird, ist eigentlich nur ein kleiner Teil der Technologie „Künstliche Intelligenz“. Der korrektere Begriff ist „Sprachmodelle“, was im Englischen auch als „Large Language Models“, kurz LLM bezeichnet wird.

ChatGPT, Claude, Google Gemini etc. sind also Sprachmodelle bzw. LLMs.

Ein anderer Bereich künstlicher Intelligenz ist maschinelles Lernen über anpassungsfähige Algorithmen, z.B. wie YouTube, Instagram oder TikTok entscheiden, welche Beiträge einem vorgeschlagen werden.

Im folgenden Text werden wir Sprachmodelle der Einfachheit halber auch manchmal einfach „KI“ nennen.

 

Die Grundlage der Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude und Gemini ist es, Sätze durch eine Wahrscheinlichkeitsrechnung zu vervollständigen.

Die Modelle erhalten Millionen von Beispieltexten und bekommen danach die Aufgabe, Sätze zu vervollständigen. Das klassische Beispiel hierfür ist:

 

Die Hauptstadt von Deutschland ist...

 

Da das Sprachmodell bei so vielen Beispieltexten vermutlich auch hunderte Male gesehen hat, dass in Sätzen mit den Wörtern „Hauptstadt“ und „Deutschland“ auch das Wort „Berlin“ vorkommt, ergibt sich eine gute Chance, dass dieses Modell den Satz richtig vervollständigen kann.

 

Diese Funktionsweise gilt dann auch für komplexere Fragen, z.B. wie man einen Fahrradreifen wechselt, was ein guter Marathon-Trainingsplan wäre oder wie man einen richtig saftigen Apfelkuchen backt.

Die Beispieltexte, die die Sprachmodelle vorher erhalten, sind quasi das gesamte frei verfügbare Internet und ein großer Teil aller verfügbaren Bücher, welche für das Training der Sprachmodelle sogar extra eingescannt und gespeichert werden. Ein wirklich riesiger Aufwand, der betrieben wird.

 

Da es im Internet oder in Büchern tausendfach oder sogar millionenfach Anleitungen zum Wechsel eines Fahrradreifens, Beispiele für Marathon-Trainingspläne und Apfelkuchenrezepte gibt, können die Sprachmodelle hierfür Antworten geben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit passend sind.

Auch hierbei berechnen die Sprachmodelle in ihrer Antwort also eigentlich nur, welche Wortabfolge wahrscheinlich zu den Stichworten deiner Frage passt.

 

Merke: Sprachmodelle sind in ihrer Grundfunktion nur „Satzvervollständigungsmaschinen“, die nach Wahrscheinlichkeiten berechnen, welche Wörter gerade passend sind.

 

 

Was kann KI und was kann KI nicht?Zu diesem Abschnitt springen

 

Die Tatsache, dass Sprachmodelle eigentlich nur Sätze anhand von Wahrscheinlichkeiten vervollständigen, bedeutet auch, dass sie nicht „intelligent“ in dem Sinne sein können, dass sie eine eigene Meinung haben, sich Neues ausdenken können oder Prognosen und Transferleistungen erbringen können, die außerhalb des Bereichs der Trainingsdaten liegen.

 

Ein Sprachmodell wird dir niemals gut beantworten können, wie lang du für den TMSnat lernen solltest oder in welcher Reihenfolge das Lernen der Untertests sinnvoll ist, wenn es dies nicht vorher im Internet oder Büchern als Beispiele gelesen hat.

Ein Mensch dagegen kann dir aufgrund von Vorwissen und Erfahrung zum TMS und HAM-Nat, welche logisch verknüpft werden, eine fundierte Antwort geben.

 

Besonders tückisch wird es dadurch, dass Sprachmodelle darauf programmiert werden, den Nutzer:innen zu „gefallen“. Das führt nicht nur dazu, dass man von der KI ständig in höchsten Tönen gelobt wird („tolle Nachfrage!“ oder „das hast du genau richtig erkannt, klasse!“), sondern auch dazu, dass sie nur ungern zugeben, keine gute Antwort zu haben und dadurch manchmal Antworten erfinden. Dies bezeichnet man dann als „Halluzination“, da die KI Antworten erfindet, die nicht stimmen.

 

Wenn du einen KI-Chat danach fragst, ob Notizen im Untertest „Arithmetisches Problemlösen“ erlaubt sind, um wieviel Uhr der Einlass zum Mai-TMSnat stattfindet oder ob man eine Formelsammlung im TMSnat benutzen darf, kann es gut sein, dass du eine falsche Antwort erhältst.

Denn die Antworten auf diese Fragen sind eben nicht tausendfach im Internet vorhanden, sondern maximal wenige Male. Dies reicht für eine sichere Antwort oft nicht aus.

Da die Sprachmodelle deutlich mehr Informationen zu den alten Tests (TMS- und HAM-Nat) haben, kann es auch sein, dass Antworten vermischt werden und eigentlich für den TMS gelten, nicht für den TMSnat.

Hier zum Beispiel wusste die KI noch gar nicht, dass man für den TMSnat auch Biologie-, Chemie- und Physikwissen haben muss.

 

 

Aus diesem Verständnis kannst du also schlussfolgern, welche Fragen für eine KI geeignet sind und welche nicht. Frage dich immer, ob die Antwort dazu tausendfach in Büchern oder im Internet zu finden ist.

Die Formeln für Berechnungen in Mechanik oder Elektrizität oder Faktenwissen zu Biologie haben die Sprachmodelle millionenfach gesehen und können meist gute Antworten geben. Hierfür sind sie also gut geeignet.

 

 

Die TMSnat-KIZu diesem Abschnitt springen

 

Für unsere Lernplattform haben wir etwas Besonderes hinbekommen: Eine KI, die die Fakten und Inhalte zum TMSnat bestmöglich kennt.

 

Hinter dem „wir“ auf dieser Lernplattform stecken ja ich (Martin) und Malte. Während ich für den Inhalt verantwortlich bin, hat Malte alle technischen Funktionen dieser Seite selbst programmiert.

Nach unserem gemeinsamen Medizinstudium in Hamburg hat Malte begonnen, in der Forschung zu arbeiten, unter anderem mit dem Fokus auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz.

Maltes Kenntnisse haben uns daher ermöglicht, ein KI-Modell in unsere Lernplattform zu integrieren, welches für jede Frage in den Inhalten dieser Lernplattform nach einer Antwort sucht.

Es kann daher vermutlich besser als jedes andere KI-Modell beantworten, welche Themen, Formeln und welches Niveau im TMSnat relevant sind und kennt auch allgemeine Informationen zum TMSnat aus unserem TMSnat-Guide.

Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit für eine passende Antwort auf TMSnat-spezifische Fragen erhöht und du bekommst vermutlich passendere Antworten als mit den anderen „allgemeinen“ Modellen von ChatGPT, Claude oder Google Gemini.

 

Trotzdem kann auch unser KI-Chat mal halluzinieren und als Malte mal danach gefragt hat, wer hinter unserer HAM-Nat-Plattform steckt, wurde einfach eine Person hinzugedichtet:

 

 

Wir kennen keinen Caspar 😂😂

 

Außerdem hat unser KI-Tutor schon einmal falsche Behauptungen zur Aufgabenzahl auf unserer Lernplattform zu einem bestimmten Thema getätigt, sodass sich eine Nutzer:in gefragt hat, wo denn die restlichen Aufgaben seien, wenn unser KI-Tutor sagt, es gäbe 53 Aufgaben zu einem Thema und auf der Plattform jedoch nur 48 sind.

 

Wir haben mittlerweile zwar das dem Tutor zu Grunde liegende Sprachmodell upgedatet und auch die Anweisungen und Werkzeuge, auf die es zugreifen kann, verbessert, trotzdem lassen sich aufgrund der „zufälligen“ Art der Antwortgenerierung durch Sprachmodelle solche Fehler nicht zu 100% verhindern.

 

Überlege also bei jeder Frage, ob es sich um spezifisches Wissen handelt, was maximal wenige Male im Internet oder unserer Plattform vorkommt oder ob es millionenfach im Internet und Büchern vorhanden sein kann.

 

Bleib kritisch und vertraue auch unserer KI nicht blind. Vor allem nicht, wenn es um Caspar geht. 😉

 

 

Wie sollte ich mit KI lernen?Zu diesem Abschnitt springen

 

Die Nutzung von KI zum Lernen ist ein zweischneidiges Schwert. Richtig genutzt kann sie dir den entscheidenden Lernerfolg geben. Falsch genutzt kann sie dein Lernen negativ beeinflussen, ja fast schon sabotieren.

 

Nicht nur für den TMSnat, sondern auch für das Medizinstudium, den ärztlichen Beruf und das Leben allgemein wird es einen riesigen Unterschied machen, ob du KI nutzt, um deine eigenen Fähigkeiten zu steigern oder ob du sie nutzt, um zu verblöden.

Wir glauben, dass es mit KI ähnlich wie mit Social Media sein könnte: Einige nutzen es als Werkzeug, um neue Dinge zu lernen, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, Inspiration zu sammeln. Manche können es sogar mit viel Erfolg für berufliche Zwecke nutzen. Viele andere nutzen dies jedoch zur reinen Ablenkung ohne weiteren Vorteil, was je nach Ausmaß auch sehr negative Konsequenzen auf das eigene Leben haben kann.

Über die nächsten Jahre wird man immer deutlicher sehen, wer sich durch KI langfristige Vorteile ermöglicht und wem es eher schadet.

 

Wie auch bei Social Media kannst du nicht davon ausgehen, dass dir die Nutzung von KI „standardmäßig“ gut tut. Die Unternehmen hinter diesen Technologien optimieren sie so, dass Nutzer:innen möglichst zufrieden sind und sie häufig nutzen. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit einer produktiven Nutzung. Es erfordert Verständnis und ein klein bisschen an eigenem Einsatz, KI sinnvoll zu nutzen.

 

Hier daher unsere Dos and Don’ts für das Lernen mit der KI:

 

 

Lagere dein Denken nicht ausZu diesem Abschnitt springen

 

Das Gehirn ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss. Und hierfür ist Anstrengung notwendig, die sich nicht immer gut anfühlt.

Wenn du bei jeder kleinen Rechnung oder Unklarheit die KI fragst, ohne selbst einige Minuten nachzudenken, wirst du einen deutlich geringeren Lernerfolg haben.

 

Es ist richtig und wichtig, auch mal minutenlang ein Gefühl von „Hää, ich verstehe das überhaupt nicht, was mache ich falsch!?“ zu haben und Rechnungen wieder und wieder zu wiederholen, um den Punkt herauszufinden, an dem du einen Fehler gemacht hast.

Auch bei Faktenwissen, das verknüpft werden muss oder Schlussfolgerungsfragen, solltest du selbst zunächst minutenlang überlegen, wie dies mit der richtigen Antwort zusammenhängen könnte. Dabei darf es in deinem Kopf auch gerne mal in etwa so ablaufen:

„Ok, wenn A so ist und B so…dann müsste doch eigentlich…Nee Moment. Eigentlich hängt ja B davon ab, dass...Hmmm, nee. OK, nochmal von Anfang: Wenn A...“

 

Genau das ist Teil des Lernens und du stärkst die Gehirnverbindungen, die dich zur richtigen Antwort führen. Nur so bist du dann auf neue Aufgaben vorbereitet, die ähnliche Fähigkeiten erfordern. Dir Antworten direkt verraten zu lassen, hilft dafür nicht. Das gilt im übrigen nicht nur für den KI-Tutor, sondern auch für den „Auflösen“-Button der Übungsaufgaben und unsere Erklärungen zu den Altfragen.

 

Lass dir von der KI daher nicht alles „vorkauen“, sondern nutze sie für Lösungen erst dann, wenn du nach minutenlanger eigener Überlegung wirklich nicht weiterkommst.

 

 

Stell präzise FragenZu diesem Abschnitt springen

 

Ein wichtiger Teil des Lernprozesses ist es, zu verstehen, was man nicht versteht.

Über die letzten Jahre habe ich den Nutzer:innen unserer Lernplattform sehr viele Fragen zu Aufgaben beantwortet, wenn diese nicht weitergekommen sind, z.B. per WhatsApp oder E-Mail.

Anhand der Frage konnte ich schon erkennen, wer voraussichtlich ein gutes Testergebnis erzielen wird und wer nicht.

 

Schlechte Fragen sahen in etwa so aus:

„Ich verstehe die Aufgabe / das Thema nicht. Erklär es mal bitte“.

 

Gute Fragen sahen eher so aus:

„Hey, ich habe in dieser Aufgabe gedacht, dass ich Formel X einsetzen muss, damit komme ich allerdings auf das falsche Ergebnis. Hier ist meine Rechnung, wo könnte der Fehler liegen?“

 

Oder:
„Bei dieser Frage habe ich gedacht, dass sie den Fakt Z abfragt und dabei ist es ja so, dass A zu B wird, womit ich gedacht habe, dass diese Antwortmöglichkeit richtig ist, was jedoch als falsch angezeigt wird. Wo liegt mein Denkfehler?“

 

Insgesamt geht dieser Aspekt in die Richtung des ersten Punktes, ob jemand Lust hat, sich selbst beim Denken anzustrengen, oder das Denken am liebsten an jemand anderes auslagert, an mich oder an die KI.

 

Je mehr du nachdenkst, desto präziser wirst du deine Frage stellen können und desto mehr Lernerfolg erzielst du. Auch, wenn du nicht sofort auf die richtige Antwort kommst.

Das ist anstrengend, aber ein wichtiger Teil des Lernprozesses.

Der letzte Hilfsschritt durch mich oder die KI sollte dann das sein, was den „Knoten“ platzen lässt und einen Aha-Effekt auslöst. Und im besten Fall bleibt genau dieser letzte Schritt dann besonders gut im Gedächtnis, weil man sich so lange daran aufgehalten hat.

 

Also, wenn du der KI eine Frage zu einer Aufgabe oder einem Thema stellst, schreib bitte nicht:

 

  • „Ich verstehe das Thema nicht, erklär es mir“
  • „Ich verstehe die Aufgabe nicht“
  • „Was ist alles wichtig für den TMSnat?“
  • „Fasse mir Mechanik zusammen“

 

Manchmal möchten Nutzer:innen sogar nicht einmal (Halb)Sätze schreiben und wir haben schon folgende Fragen gesehen:

 

  • „Formeln TMsnat“
  • „Erklärung Genetik“
  • „Stromkreis“
  • „?“

 

Formuliere deine Fragestellungen und somit auch deine Gedanken aus und stelle präzise Fragen wie:

 

  • „Ich verstehe diesen bestimmten Aspekt des Themas nicht, insbesondere den Satz XYZ. Erkläre ihn mir in anderen Worten“.
  • „Bei dieser Aufgabe dachte ich, folgende Formel einfügen zu müssen oder folgenden Fakt beachten zu müssen, womit ich jedoch fälschlicherweise auf die Antwort X statt Z komme. Wo könnte mein Fehler liegen?“
  • „In welche Unterthemen lässt sich alles zu Mechanik im TMSnat untergliedern und was sind die wichtigsten Formeln der jeweiligen Unterthemen?“
  • „Hier ist meine Rechnung zu der Aufgabe, mit der ich auf das falsche Ergebnis komme. Gib mir einen Hinweis, wo mein Fehler liegen könnte, ohne die komplette Rechnung zu verraten.“

 

Wenn der KI-Tutor dir deine Frage nicht zufriedenstellend beantworten kann, kannst du dich natürlich auch jederzeit an mich wenden. Solange du deine Frage präzise stellst. 😉

 

 

Die KI ist kein Textbook-ErsatzZu diesem Abschnitt springen

 

Komplette Themen-Zusammenfassungen von der KI erstellen zu lassen ist aus dem Grund nicht sinnvoll, dass unser Textbook ja schon eine Zusammenfassung ist.

Wir verzichten bewusst auf unnötige Fakten oder Herumgerede. Die KI wird bei so einer Frage nach einer Zusammenfassung nur einen kleinen Teil eines Themas wiedergeben können, in dem viele andere Teile fehlen werden.

 

Einzelne Aspekte von Unterthemen kann sie dagegen gut in anderen Worten zusammenfassen oder wiederholen. Beziehe Anfragen auf Zusammenfassungen daher nur auf bestimmte Aspekte eines Themas.

Die KI kann auch gut dabei helfen, das passende Kapitel für eine Information, zu finden, wenn die normale Textbook-Suche dir mal nicht weiterhilft, z.B., weil du dich nicht mehr an das im Textbook verwendete Fachwort erinnerst. In dem Fall solltest du nach erfolgreicher Suche aber trotzdem das Kapitel lesen (es sei denn, es ging dir nur um eine kleine Information, die die KI dir direkt zeigt).

 

 

Die KI als TrainingspartnerZu diesem Abschnitt springen

 

Die KI kann etwas, was wir dir nicht bieten können:

Unendlich viele Übungsaufgaben zu einem Thema generieren, bei dem du persönlich Schwierigkeiten hast oder dein Wissen & Können testen möchtest.

 

Du kannst die KI jederzeit bitten, dir zu einem bestimmten Sachverhalt weitere Übungsaufgaben zu erstellen. Zum Beispiel zur Umrechnung von Zehnerpotenzen, Logarithmusaufgaben, Wahrscheinlichkeit und Kombinatorik oder Faktenwissen zu bestimmten Themen.

Da es sehr individuell ist, wer welche Inhalte noch verstärkt üben möchte, können wir einfach nicht allen Bedürfnissen gerecht werden und hunderte Übungsaufgaben zu jedem Unterthema erstellen. Unsere KI schon.

 

Beachte dabei, dass die KI am besten „Grundlagen-Aufgaben“ zu Naturwissenschaftsthemen oder Mathe-Aufgaben erstellen kann. Wenn stattdessen dreimal um die Ecke gedacht werden muss, kann es sein, dass die Aufgaben am TMSnat-Niveau oder den Themen vorbeigehen. Die KI kann daher am besten reine Übungsaufgaben zu einem bestimmten Aspekt erstellen, keine kompletten Aufgaben auf TMSnat-Niveau, die mehrere Themen oder Formeln verknüpft.

 

Am besten stellst du deine Anfrage auch hier so präzise wie möglich und gibst die genauen Themen und idealerweise sogar noch eine reale Beispielaufgabe von uns vor, mit der Bitte, hierzu eine neue Aufgabe mit anderen Zahlen zu erstellen.

 

 

ZusammenfassungZu diesem Abschnitt springen

 

Das, was wir als „KI“ bezeichnen, sind genau genommen Sprachmodelle (LLMs).

Sprachmodelle sind in ihrer Grundfunktionsweise „Satzvervollständigungsmaschinen“, die möglichst sinnvolle Wortabfolgen anhand von Wahrscheinlichkeiten berechnen.

 

Sprachmodelle können besonders gut Wissen wiedergeben, das tausendfach bis millionenfach im Internet oder Büchern vorhanden ist. Für den TMSnat sind das vor allem Naturwissenschaftsfakten, Formeln und Rechenwege.

Bei allen Fragen, die sehr spezifisch sind und kaum im Internet beantwortet werden, können die Sprachmodelle häufiger Fehler machen.

Sie können keine fundierten Einschätzungen oder Prognosen abgeben, die sie vorher nicht als Beispiel gelesen haben.

 

Sprachmodelle wollen Nutzer:innen gefallen. Das führt nicht nur dazu, dass sie übermäßig loben, sondern auch dazu, dass sie „halluzinieren“ können, also Antworten erfinden, anstatt zuzugeben, dass sie es nicht wissen.

Bleib kritisch und hinterfrage Antworten der KI im Zweifel.

 

Der KI-Tutor auf unserer Lernplattform ist eine KI, die bestmöglich die Inhalte und Informationen des TMSnat kennt. Trotzdem kann auch der KI-Tutor bei sehr spezifischen Fragen zum TMSnat oder zur Lernplattform manchmal danebenliegen. Insbesondere, wenn wir vielleicht selbst noch keine Information zu dieser Frage veröffentlicht haben. Wenn etwas unklar bleibt oder du dir nicht sicher bist, ob eine wichtige Information richtig ist oder vielleicht sogar auf der Lernplattform fehlt, kannst du dich jederzeit an mich oder uns per WhatsApp oder E-Mail wenden.

 

Die Nutzung von KI zum Lernen kann enorme Vorteile oder enorme Nachteile bieten, je nachdem, wie du sie nutzt.

Nutze die KI nicht, um Anstrengung aus dem Weg zu gehen und Denken auszulagern.

Nutze sie stattdessen, um nach intensiven eigenen Überlegungen Fehlerquellen zu identifizieren, dir einzelne Detailaspekte in anderen Worten erklären zu lassen oder dir zusätzliche Übungsaufgaben erstellen zu lassen.

Formuliere deine Fragen oder Anforderungen dabei so genau wie möglich. Das hilft nicht nur, bessere Antworten von der KI zu bekommen, sondern ist wichtiger Teil des Lernprozesses. Versuche zu verstehen, was du nicht verstehst!

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