In diesem Kapitel erklären wir dir, warum Lernkarten sinnvoll sind und wie du zum absoluten Lernkarten-Profi wirst. Für eine Nutzung der Funktion musst du dieses Kapitel jedoch nicht zwingend durchlesen. Du kannst auch jederzeit später auf dieses Kapitel zurückkommen, wenn du Fragen hast.
Wenn du die Lernkarten-Funktion einfach nur nutzen möchtest, klicke dort einfach auf „Lernsitzung erstellen“ und nutze die Funktion möglichst regelmäßig, also an jedem oder fast jedem Lerntag.
Das Tool zeigt dir automatisch, welche Karten gerade fällig sind. Du musst dich um nichts kümmern, solange du während des Lernens die Textbook-Kapitel auch immer als „gelernt“ abhakst.
Falls du aber noch weitere Hintergrundinformationen und Einstellungsmöglichkeiten kennenlernen möchtest, folgt hier das ausführliche Kapitel. 🤗
Lernkarten sind richtig eingesetzt die vermutlich effektivste Methode, um schwer zu merkende Fakten, Formeln, Zahlenwerte und Vokabeln zu lernen. Vokabeln musst du für den TMSnat zwar nicht pauken, für alles andere wird dir dieses Tool aber helfen.
Wobei auch einige TMSnat-Fakten fast schon Vokabeln ähneln, z.B. die Zuordnung der sogenannten „Präfixe“ zu den richtigen Zehnerpotenzen: Mikro, Nano, Femto, Hekto, Giga, Tera. 🤔
Lernkarten ermöglichen es, zwei Lernprinzipien anzuwenden, die beide extrem effektiv sind: Active recall & Spaced repetition.
Active recall (auf Deutsch: aktives Erinnern) bedeutet, dass du Gelerntes aktiv aus deiner Erinnerung abrufst, z.B. indem du abgefragt wirst oder dich selbst mithilfe von Lernkarten abfragst. Dies stärkt das Gedächtnis deutlich besser, als sich wieder und wieder nur etwas durchzulesen und es somit nur „passiv“ aufzunehmen.
Spaced repetition (auf Deutsch: verteilte Wiederholung) ist ein System, bei dem Inhalte in immer größer werdenden Abständen wiederholt werden.
Um dir z.B. Formeln zu merken, musst du sie anfangs häufig und in kurzen Abständen wiederholen, damit du sie nicht direkt wieder vergisst. Die Abstände zur Wiederholung kannst du aber mit der Zeit immer länger werden lassen, und sie trotzdem weiterhin im Gedächtnis behalten. Der Lernaufwand für diesen Fakt wird also mit der Zeit immer geringer.
Digitale Lernkarten haben über die letzten Jahre stark an Beliebtheit gewonnen und die meisten Medizinstudierenden nutzen ebenfalls solche Tools, z.B. „Anki“.
Für alle, die Anki noch nicht kennen: Anki ist eine Lernkarten-Software, die es als Internetseite und App gibt. Mit dieser Software lassen sich digitale Lernkarten erstellen und die Software sagt einem, wann man die Lernkarten am besten wiederholen sollte. Ein großer Teil aller Medizinstudierenden lernt mittlerweile mit digitalen Lernkarten (meist mit Anki), sodass dich das Thema vermutlich die nächsten Jahre noch eng begleiten wird.
Du benötigst für den TMSnat jedoch nicht zwingenderweise digitale Lernkarten, weder Anki noch unsere. Da Lernkarten aber eben das Lernen einiger Fakten deutlich einfacher machen, haben wir dieses Tool für dich erstellt. So benötigst du keine andere App oder Software und kannst das Maximum aus der TMSnat-Vorbereitung herausholen. 😊
Uns ist wichtig, dass du dabei verstehst, dass Lernkarten keine Aufgaben sind!
Manche Nutzer:innen wünschen sich mehr Lernkarten, die einfaches Faktenwissen oder sogar kurze Aufgaben beinhalten. Dies ist jedoch überhaupt nicht sinnvoll!
Lernkarten sollen schwer zu merkende Inhalte abfragen, die in Aufgaben immer wieder benötigt werden. Das sind vor allem Formeln, wichtige Zahlenwerte wie Konstanten und „Vokabeln“ wie Präfixe.
Die Anzahl der Informationen, die sich sinnvoll mit Lernkarten lernen lassen, ist daher begrenzt. Viele andere Inhalte lassen sich besser durch Verständnis lernen und finden sich daher nur im Textbook und in Aufgaben, in denen wir dieses Verständnis abfragen.
Wir halten es nicht für sinnvoll, Inhalte, die sich besser in Aufgaben abfragen lassen, zusätzlich noch in Lernkarten zu packen und damit die Anzahl aller Lernkarten massiv zu erhöhen. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Fakten, Formeln und Zahlenwerte.
Wenn du trotzdem noch zusätzliche Lernkarten zu unseren offiziellen Lernkarten haben möchtest, stellen wir dir im letzten Abschnitt dieses Kapitels drei Möglichkeiten vor.
Nach dem Aufdecken einer Karte bewertest du dich selbst mit einer von vier Stufen:


Dabei gibt es folgende Bewertungen:
Bei jeder Bewertung zeigt dir das Tool direkt an, wann die Karte als nächstes fällig werden würde. So behältst du immer den Überblick.
Für die meisten Lernkarten ist „Gut“ die richtige Wahl und bildet einen passenden Abstand zur nächsten Wiederholung.
Mit jeder Wiederholung, bei der du „Gut“ auswählst, wächst der Abstand langsam und beträgt bald mehrere Tage und irgendwann auch mehrere Wochen.

„Einfach“ solltest du nur auswählen, wenn der Inhalt der Karte für dich so banal war, dass du auf eine zeitnahe Wiederholung verzichten kannst. Der Abstand bei „Einfach“ wächst wirklich stark an, sodass du mit dieser Option vorsichtig sein solltest, damit Karten nicht erst in einigen Monaten wieder vorkommen.
Also: Karten, die du nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten beantworten konntest, erscheinen schnell wieder. Karten, die du sicher beherrschst, tauchen erst nach längerer Zeit wieder auf. Du musst dich nicht selbst um die Zeitabstände kümmern.
Bei jeder Nutzung der Lernkarten-Funktion werden dann automatisch die Karten angezeigt, die gerade fällig sind.
Für einen optimalen Lerneffekt solltest du diese Funktion möglichst regelmäßig nutzen, z.B. an jedem oder fast jedem Lerntag. Dann wird die Anzahl der Wiederholungen auch sehr gering sein und du kannst in wenigen Minuten alle fälligen Lernkarten bearbeiten.
Wenn du eine längere Pause machst, können sich Lernkarten „anstauen“, die du dann erst einmal abarbeiten musst.
Bei der allerersten Bearbeitung neuer Lernkarten werden die Wiederholungen für „Schwer“ und „Gut“ sogar für die nächsten Minuten eingeplant, nämlich in der Regel nach 6 Minuten und 10 Minuten.
Du kannst die Lernkarten daher nach Ablauf dieser Zeit am gleichen Tag wiederholen, musst es aber auch nicht, der nächste Tag reicht auch aus.
Sobald du Karten zweimal hintereinander als „Gut“ bewertet hast, wird der Abstand auf Tage statt Minuten anwachsen.
Das Lernkarten-Tool ergibt als kontinuierliche Lernbegleitung am meisten Sinn. Du kannst direkt nach den Mathe-Kapiteln mit den Mathe-Lernkarten beginnen und danach in der Lernphase mit den weiteren Themen „Schritt halten“.
Die Anzahl der Lernkarten pro Tag wird dann sehr überschaubar sein und du kannst in wenigen Minuten die fälligen Lernkarten abarbeiten.
Ein kleiner Aufwand pro Tag erzielt so über mehrere Wochen oder sogar Monate einen großen Effekt.
Falls du erst spät in deiner Vorbereitung auf diese Funktion stößt, ist es nicht schlimm, später mit ihr zu beginnen. Sie kann auch dann noch helfen. Wenn du die Inhalte schon kennst, fällt es dir zudem leichter, etwas mehr Lernkarten am Stück durchzuklicken, sodass du den Rückstand schnell aufholen kannst. Bei Bedarf kannst du die voreingestellte maximale Anzahl der Lernkarten auch hochsetzen.
Im Lernkarten-Tool zeigen wir dir auch immer eine Vorschau an, wie viele Karten mit den aktuellen Einstellungen gerade maximal gelernt werden können:

Dies kannst du verändern, indem du die Einstellungen anpasst. Dazu gleich mehr.
Wir möchten vorher aber einmal sagen, dass du dir darüber nicht den Kopf zerbrechen musst, da wir Voreinstellungen gewählt haben, die für die meisten passen:
Für die allermeisten von euch ist es ideal, einfach auf „Sitzung starten“ zu drücken und abzuarbeiten, was an dem Tag halt so ansteht.
Hier die optional anpassbaren Einstellungen:
Unser Lernkarten-Tool ist so voreingestellt, dass du nur Lernkarten zu Themen bearbeiten kannst, die du im Textbook schon abgeschlossen hast. So sind die Lernkarten immer auf dem Stand, den du auch im Textbook oder im Lernplan hast.
Themen, zu denen du noch keine Kapitel als „bearbeitet“ markiert hast, kannst du nicht direkt auswählen, solange die Standardeinstellung aktiviert ist.

Innerhalb dieser Themen werden dir auch nur Lernkarten angezeigt, die dem Stand deiner bearbeiteten Kapitel entsprechen.
Wenn du trotzdem Lernkarten aus weiteren Kapiteln und Themen bearbeiten möchtest, musst du den Button „Karten aus noch nicht gelernten Kapiteln ausschließen“ abwählen:

Danach kannst du Themen beliebig auswählen.
Neue Karten werden anders behandelt als Wiederholungen. Denn es ist schwerer, sich die Inhalte von neuen Lernkarten einzuprägen, statt schon bekannte Fakten zu wiederholen.
Während 100 Wiederholungen pro Tag von gut bekannten Inhalten für das Gehirn problemlos möglich wären, wäre dies bei 100 ganz neuen Karten deutlich zu viel.
Wir haben die Grundeinstellungen daher so gewählt, dass es nicht zu viele neue Karten pro Tag geben kann und sie „nach und nach“ in die Lernkarten-Sessions eingebaut werden.

Als Standardeinstellung haben wir deswegen maximal 25 neue Karten pro Tag eingestellt. Dieses Maximum wird aber nur ausgeschöpft, wenn du so viele neue Lernkarten „freischaltest“, indem du die entsprechenden Kapitel bearbeitet hast oder auf einmal viele Karten aus Kapiteln einschließt, die du nicht als bearbeitet markiert hast.
Wenn du das Lernkarten-Tool (fast) jeden Tag nutzt und an jedem Tag 1-3 Kapitel bearbeitest, wirst du fast nie so viele neue Lernkarten an einem Tag bearbeiten müssen.
Falls du im Lernstand schon weiter bist und unser Lernkarten-Tool nicht direkt von Anfang an nutzt, passen die 25 Karten immer noch gut.
Unser offizielles Deck hat aktuell ca. 330 Lernkarten. Das bedeutet, selbst, wenn du die 25 neuen Karten pro Tag nicht täglich voll ausreizt, kannst du in nur wenigen Wochen (etwa 15 Lerntagen) alle wichtigen Lernkarten lernen. Daher halten wir diese Einstellung auch noch für alle sinnvoll, die später mit Lernkarten anfangen.
Wenn du noch etwas mehr Zeit bis zum Test hast und lieber etwas entspannter lernen möchtest, würden wir sogar empfehlen, die Anzahl auf 15 oder 20 Karten runterzustellen.
Wir haben die Funktion der Community-Decks hinzugefügt, mit der Teilnehmer:innen Lernkarten untereinander teilen können (siehe Abschnitt „Zusätzliche Lernkarten“).
Wenn du kurz vor dem Test noch eines dieser Decks durcharbeiten möchtest, um dein Wissen zu testen, kannst du das Maximum der neuen Lernkarten auf bis zu 100 hochstellen. Werte darüber hinaus halten wir nicht für sinnvoll, da neue Lernkarten am Anfang häufiger wiederholt werden müssen und sich so schnell ein Stau an zu wiederholenden Karten bilden würde. Zudem nimmt die Gedächtnisleistung mit der Anzahl neuer Karten auch nach und nach ab. Auch sind die Lernkarten wie oben bereits erwähnt nur eine Ergänzung des Textbooks und der Aufgaben. Ihr solltet also auch nicht den ganzen Tag nur Lernkarten bearbeiten.
Der Zeitpunkt, zu dem Lernkarten „fällig“ werden, berechnet sich automatisch aus einem bewährten Algorithmus, der sehr gut vorhersagen kann, wann der ideale Zeitpunkt für eine Wiederholung ist. Dieser Zeitpunkt berechnet sich für jede Lernkarte einzeln, nämlich abhängig davon, welche Bewertungen du bisher bei der Lernkarte angeklickt hast. Zum Beispiel ob es immer „Gut“ war oder manchmal auch „Schwer“ oder du sie auch mal wiederholen musstest.
Wir haben uns diesen Algorithmus also nicht selbst ausgedacht, sondern er wurde jahrelang über viele wissenschaftliche Studien untersucht und optimiert.
Du kannst ihn jedoch anpassen, und zwar über die „Ziel-Erinnerungsrate“.
Was sie bedeutet, möchten wir dir an folgendem Beispiel deutlich machen:
Wenn du dich gerne mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % an den Inhalt einer neuen Lernkarte erinnern möchtest, müssten die ersten Wiederholungen sehr kurz sein, z.B. einige Minuten oder Stunden. Denn nach 1-2 Tagen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du dich an diese Karte erinnerst, langsam ab und könnte laut Erfahrungen des Algorithmus im Durchschnitt nach 1-2 Tagen schon unter die 99 % fallen.
Wenn es dir dagegen reichen würde, dich mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % an eine neue Lernkarte zu erinnern, würde bei den meisten Lernkarten ein deutlich größerer zeitlicher Abstand möglich sein. Einige Tage Abstand wären bei den meisten Lernkarten dann im Durchschnitt gut möglich.
Dies setzt sich dann im weiteren Lernverlauf fort, in dem ja der zeitliche Abstand zwischen den Wiederholungen langsam steigen soll.
Wenn du dich weiterhin mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % erinnern möchtest, wird der Abstand zwischen den Wiederholungen weiterhin klein sein müssen und kaum anwachsen können, weil du mit steigendem zeitlichem Abstand laut den Erfahrungen des Algorithmus schnell unter die 99 %-Wahrscheinlichkeit rutschen würdest.
Damit müsstest du jeden Tag viele fällige Lernkarten wiederholen, um diese Ziel-Erinnerungsrate halten zu können.
Bei einer kleineren Ziel-Erinnerungsrate dagegen können die Abstände zwischen den Wiederholungen so wachsen, dass du jeden Tag nur wenige Lernkarten wiederholen musst und sich die Wiederholungen über viele Tage verteilen
Dies kann man sich so veranschaulichen:

Eine kleine Ziel-Erinnerungsrate führt zu einer längeren Zeit zwischen Wiederholungen, eine hohe Ziel-Erinnerungsrate zu einer kurzen Zeit zwischen den Wiederholungen.
Und damit bestimmt sie auch die Gesamtzahl der Wiederholungen pro Tag und den zeitlichen Aufwand pro Tag, den du mit den Lernkarten hast.
Weder die beispielhaften 99 % noch 80 % sind ideal. Um Wissen langfristig ins Gedächtnis zu kriegen, ist eine Ziel-Erinnerungsrate von 85 % bis 95 % empfehlenswert. Standardmäßig sind bei uns 92 % eingestellt. Wenn du jedoch merkst, dass mit 92 % die Wiederholungen für dich zu schnell hintereinander sind und du kaum hinterherkommst, kannst du diese z.B. auf 90 %, 87 % oder 85 % reduzieren.
Der Algorithmus kann aus der selbst gewählten Ziel-Erinnerungsrate daher berechnen, wann die nächste Wiederholung stattfinden sollte.

Eine Reduktion auf eine 85 %-Erinnerungsrate ist immer noch besser, als dieses Tool gar nicht zu nutzen und damit Lernerfolg zu verpassen.
Andersrum kannst du die Ziel-Erinnerungsrate bis auf 95 % hochstellen, wenn du bereit bist, mehr Zeit pro Tag für die Lernkarten aufzuwenden und das Maximale aus den Lernkarten rausziehen möchtest. In dem Fall wirst du aber viele Wiederholungen erleben.
Um einzuschätzen, wie viele Lernkarten-Wiederholungen in den nächsten Tagen anstehen, kannst du auch unsere Statistiken anschauen. Dort siehst du einen Überblick davon, was auf dich zukommt. So könnte es z.B. nach den ersten Lerntagen aussehen:

Mit jedem weiteren bearbeiteten Kapitel kommen aber weitere Lernkarten hinzu. In dieser Abbildung sind nur Lernkarten, die aus den ersten Mathe- und Physikkapiteln stammen und sich nach wenigen Tagen mit dem Lernkartentool schon auf die nächsten Tage verteilen.
Der Lernalgorithmus mit wachsenden zeitlichen Abständen funktioniert wirklich gut. Spaced Repetition ist die wohl wissenschaftlich mit am besten validierte Lernmethode und wird von vielen Medizin-Studierenden sehr erfolgreich genutzt. Allerdings ist das Wort Spaced entscheidend. Für den maximalen Erfolg mit dieser Methode musst du sie regelmäßig über mindestens Wochen, besser sogar Monate, anwenden. Nur so verankert sich das Wissen ideal im Gehirn.
Was aber, wenn du schon in einer Woche den Testtermin hast und einfach alles nochmal wiederholen möchtest?
Genau für diesen Fall haben wir die Einstellung „Ohne Zeitabstand lernen“ eingebaut, welche du im Einstellungen-Tab der Lernkarten findest.

Wenn diese Einstellung aktiv ist, kannst du einfach immer weiterlernen und kommst nie an den Punkt, an dem dir keine Karten mehr angezeigt werden. Der Zeitabstand wird komplett aufgehoben.
Nutze diese Funktion daher nur, wenn du entweder sehr kurz vor dem Testtermin die Lernkarten-Funktion entdeckst und die Lernkarten in kürzester Zeit durcharbeiten möchtest (ggf. mehrfach) oder wenn du dein Wissen kurz vor dem Test noch einmal mit den Lernkarten testen möchtest.
Neben den offiziellen, von uns erstellten Lernkarten, hast du die Möglichkeit, eigene Lernkarten und Lernkarten-Decks zu erstellen. So kannst du z.B. Themen, die du gerne intensiver abdecken würdest, ergänzen. Du kannst eigene Lernkarten auf mehrere Decks aufteilen, um die volle Lernfreiheit zu genießen.
Solltest du bereits Lernkarten aus einem externen Tool wie Anki haben, kannst du diese dort auch als Textdatei exportieren und diese Datei dann in ein von dir bereits erstelltes Lernkarten-Deck importieren (außer in das „Standard-Deck“).
Diese Funktion wird aber nur für wenige Bewerber:innen relevant sein, die aus irgendwelchen Gründen schon TMSnat-Lernkarten in Anki erstellt haben.
Du kannst hierfür zuerst ein neues Deck erstellen:

Oder falls du schon ein weiteres Deck außer dem „Standard-Deck“ hast, kannst du sie auch direkt dort einfügen.
In der Deck-Übersicht siehst du dann:

Dabei kannst du im Import-Menü auch direkt schon eine Vorschau der Lernkarten sehen. Wunder dich bitte nicht über die Stern-Symbole an einigen Stellen: So wird technisch hinterlegt, welche Teile fettgedruckt oder kursiv dargestellt werden sollen.
Da das Lernkarten-Tool am besten funktioniert, wenn alle Lernkarten einem Kapitel zugeordnet sind, kannst du fehlende Zuordnungen auch ganz einfach mit unserem KI-basierten Zuordnungstool ergänzen. Dieses wird dir automatisch angezeigt, wenn ein Deck noch nicht kategorisierte Lernkarten hat:


Für den HAM-Nat haben einige ehemalige Teilnehmer:innen eigene Lernkarten-Decks erstellt und nach der Möglichkeit gefragt, sie mit anderen Bewerber:innen teilen zu können. Wir sind diesem Wunsch gefolgt und haben dies eingebaut. 😊
Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten: das Teilen mit ausgewählten Personen per Link oder das öffentliche Teilen.
Öffentlich geteilte Decks findest du unter Community-Decks. Du kannst diese abonnieren und selbst nutzen, wenn du möchtest, du musst es aber auch nicht. Mach dir bitte keinen Druck, dass du mit fremden Decks lernen müsstest und etwas verpassen könntest, wenn du es nicht tust. Alle wirklich relevanten Inhalte findest du auch in unserem Textbook, in den Aufgaben und in den offiziellen Lernkarten. Schau also einfach selbst, ob dir der Stil dieser Community-Lernkarten gefällt und ob du mit ihnen lernen möchtest oder nicht.
Wenn du eigene Decks erstellst, kannst du diese natürlich auch gerne mit anderen Nutzer:innen teilen.
Wenn du sie nur mit ausgewählten Personen teilen möchtest, z.B. in einer Lerngruppe, kannst du dein Deck per Link freigeben.
Gehe dafür in deinem eigenen Lerndeck auf „Deck bearbeiten und teilen“. Du erhältst dann einen Link.

Wichtiger Hinweis: Wenn du das Deck nicht für jede:n zugänglich machen möchtest, achte darauf, dass der Button „Auf der Entdecken-Seite listen“ abgewählt ist.
Außerdem ist das Deck dann zwar auf der „Entdecken“-Seite nicht aufgeführt, jede:r mit diesem Link kann es aber trotzdem sehen.
Wenn du das Deck nur mit bestimmten Personen teilen möchtest, bitte sie, den Link nicht weiterzugeben.
Du kannst dein Deck auch gerne öffentlich über die „Entdecken-Seite“ teilen, wenn du möchtest. Dazu möchten wir Folgendes sagen:
Natürlich gibt es eine gewisse Konkurrenz unter Bewerber:innen. Am Ende eint uns aber ja alle das Ziel, in unserem angestrebten Beruf Menschen zu helfen.
Und nur, weil Lernmaterialien öffentlich sind, heißt es noch längst nicht, dass jede und jeder auch wirklich ausreichend lernt. Nur ein kleiner Teil aller Bewerber:innen steckt überhaupt viel Zeit in die Vorbereitung und es entscheidet sich eher nicht am Zugang zu Lernmaterial, wer ein gutes Testergebnis erhält, sondern an der hineingesteckten Zeit und Mühe.
Wir sind daher davon überzeugt, dass niemand einen persönlichen Nachteil hat, wenn er oder sie sich dazu entscheidet, eigene Lernkarten zu teilen, und wir freuen uns immer sehr über solche Veröffentlichungen von Nutzer:innen, die anderen helfen möchten.
Das geht natürlich auch noch nach dem eigenen Testdurchgang oder der Studienplatzzusage.
Wenn du zusätzliche Lernkarten haben möchtest, kann dir der KI-Tutor auch hierbei helfen. Weise ihn einfach an, Lernkarten zu einem bestimmten Kapitel oder Thema zu erstellen.
Der KI-Tutor hat von uns schon die Anweisungen, welche Kriterien solche Karten erfüllen sollen, sodass dies tatsächlich für die meisten Lernkarten gut funktioniert. Er beachtet dabei, dass es nicht zu viele oder zu wenige Karten sein sollten und die Lernkarten eher Faktenwissen als einfaches Verständniswissen abfragen sollen.
Du kannst also einfach so etwas schreiben wie:
Erstelle mir neue Lernkarten zum Thema / Kapitel XYZ.
Der Tutor erstellt die Karten dann automatisch in einem separaten „KI-Tutor“-Deck.
Erstelle aber trotzdem nicht zu viele Lernkarten auf einmal (am besten immer nur zu einem Kapitel oder maximal einem kleineren Thema mit wenigen Kapiteln) und überprüfe die Lernkarten danach.
Du kannst sie danach auch noch bearbeiten, löschen oder durch weitere Lernkarten im Deck ergänzen.
Wenn etwas dabei nicht gut funktioniert, gib uns gerne Bescheid :) Wir können die Funktion jederzeit anpassen und benötigen Feedback, um sie zu verbessern.
Viel Spaß beim Ausprobieren! 😊